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Klarer Branchenfokus
Das Management, das sind bei MAX21 die beiden Diplom-Informatiker Oliver Michel und Metin Dogan, gründete die Gesellschaft im November 2003, wobei sie Teile ihrer zuvor aufgebauten Beteiligungen in die neue Holding mit einbrachten. Aktuell gehören 14 Gesellschaften dem Portfolio an, die Open Source (frei kopierbare und veränderbare Software) u. a. bei IT-Themen wie kostenoptimierte Postdienste, IT/TK-Sicherheit und Voice over IP einsetzen. Für die allesamt von Michel und Dogan gegründeten Unternehmen, an denen MAX21 zu jeweils 49 % beteiligt ist, werden in der Holding auch Managementaufgaben im strategischen und organisatorischen Bereich übernommen. Grundsätzlich sieht das Geschäftsmodell nach dem Unternehmenskauf oder der Neugründung eine Beteiligungsquote von 10 bzw. 49 % vor. Neben klassischen IT-Dienstleistungen arbeiten die Portfolio-Unternehmen auch an der Kommerzialisierung von Softwareprodukten auf Basis von Open Source.

Erstes Exit Ende 2007?
MAX21 setzt darüber hinaus auf den Verkauf einzelner Beteiligungen, entweder über das Vehikel des IPOs oder mittels Trade Sale. Bislang kann der Vorstand in diesem Bereich jedoch noch auf keinen Track Record verweisen. Als erstes Portfolio-Unternehmen soll in der zweiten Hälfte 2007 die pawisda systems an die Börse gebracht werden. pawisda ist nach Aussagen von MAX21 derzeit das einzige Unternehmen, das eine funktionierende und sichere Lösung für den Individualbriefversand aus MS Office heraus anbietet. Entsprechend rasant könnte sich der derzeit noch bescheidene Umsatz (2006e: 1,0 Mio. Euro) in den kommenden Jahren nach dem Wegfall des Briefmonopols in Deutschland weiterentwickeln.

Geschäftszahlen MAX21

2005

H1 2006***

2006/07e

2007/08e

Umsatz*

139

85

621

974

Nettoerg.*

9

-3

-363

91

EpS

0,00

0,00

-0,18

0,05

KGV max.**

n.ber.

n.ber.

neg.

130,0

*) in Tausend, sämtliche Angaben in Euro; Quelle: Independent Research

**) auf Basis der Bookbuilding-Spanne

***) Rumpfgeschäftsjahr


Details zum Börsengang
Vom 14. bis 23.11. werden im Rahmen des IPOs bis zu 770.000 Aktien zur Zeichnung angeboten. Davon entfallen rund 90 % auf eine Kapitalerhöhung, lediglich der Greenshoe von 70.000 Stück resultiert aus der Abgabe einiger Altaktionäre (Kling GmbH, Greenwich Beteiligungen AG). Die beiden Vorstände, die auch nach dem IPO direkt und indirekt über ihre Gesellschaften ca. 36 % der Anteile halten werden, haben sich zu einer „Hard Lock-up“-Vereinbarung verpflichtet. Danach könnten sie selbst mit Zustimmung der Banken keine Aktien vor Ablauf einer 12-Monats-Frist verkaufen.

Fazit
Investitionen in junge IT-Firmen, die keine nennenswerten Umsätze erzielen, haftet naturgemäß eine hohe Unsicherheit an. Die Analysten von Independent Research leiten einen fairen Net Asset Value (NAV, nach IPO) von 6,52 Euro je Aktie ab. Gegenüber dem Potenzialwert des aktuellen Portfolios per Ende 2007 von über 16 Euro ergibt sich zwar ein deutlicher Discount, um jedoch risikobewusste Anleger – und nur für solche erscheint MAX21 überhaupt geeignet – zu einer Zeichnung zu bewegen, hätte der Zeichnungsanreiz (Abschlag auf den NAV) höher ausfallen sollen. Angesichts der vorbörslichen Kurse bei rund 6,50 bis 7 Euro erscheint allerdings eine Zeichnung am unteren Ende der Bookbuilding-Spanne sowohl vertretbar als auch weniger riskant als bei zahlreichen IPOs der letzten Wochen.

Marcus Wessel

MAX21 – Emissionsparameter

WKN

A0D 88T

Erstnotiz

28.11.

Zeichnungsfrist

14. bis 23.11.

Bookbuilding-Spanne

5,50 bis 6,50 Euro

MarketCap

10,8 bis 12,8 Mio. Euro

Marktsegment

Open Market (Entry Standard)

Emissionsvolumen

bis zu 770.000 Aktien,

 davon 700.000. aus Kap.erh.,

70.000 als Greenshoe von Altaktionären

4,2 bis 5,0 Mio. Euro

Konsortium

AXG Aktienbank

Free Float

max. 39,1 %

Internet

www.max21.de