Zum Konsortium gehören neben der führenden Deutschen Bank auch die Commerzbank und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Zeichnungsaufträge können auch über deren Online-Broker bzw. -Emissionshäuser maxblue, comdirect bank und publity erteilt werden. Plaziert werden rund 12,2 Mio. Aktien, von denen nur etwa 4,5 Mio. Stück aus einer Kapitalerhöhung stammen. 7,7 Mio. Aktien sowie der Greenshoe von rund 1,8 Mio. Aktien werden von Altaktionären abgegeben.

Lignum Technologie ist ein Systemanbieter für die holzbearbeitende Industrie und ging 1999 aus der Fusion von Homag und IMA hervor. Beide Vorgängergesellschaften sind im Bereich Maschinenbau tätig. Die Tochtergesellschaft schuler business solutions konzentriert sich auf Consulting, Software und e-Business. Innerhalb der Firmengruppe macht Homag mit rund 78 % den größten Umsatzanteil aus. IMA konnte aufgrund von Synergien durch die Fusion im vergangenen Jahr wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Lediglich schuler business solutions konnte den Umsatz im Jahr 2000 nicht steigern und erwirtschaftete ein negatives Ergebnis. Begründet wurde dies mit der Krise beim bisherigen ERP-Partner Baan. Insgesamt zählen 18 Produktionsunternehmen und 24 Vertriebs- und Servicegesellschaften zur Firmengruppe, die in über 60 Ländern präsent ist. Zum 31. März 2001 beschäftigte das Unternehmen rund 5.800 Mitarbeiter.

Von 1993 bis 2000 ist der für Lignum relevante Markt für Holzbearbeitung um durchschnittlich 9,4 % p.a. gewachsen. Die Firmengruppe erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 716 Mio. Euro, was einer Steigerung von 21 % gegenüber 1999 entspricht. Der Jahresüberschuß betrug 27,8 Mio. Euro. Im 1. Quartal 2001 konnte Lignum den Umsatz um 16 % auf 178,9 Mio. Euro steigern. Das EBT (Vorsteuer-Ergebnis) stieg dabei überproportional um 27 % auf 11,4 Mio. Euro. Für das laufende Jahr erscheint ein Umsatzanstieg um rund 11 % auf 796 Mio. Euro realistisch. Dabei dürfte ein Ergebnis je Aktie von 1,38 Euro erwirtschaftet werden. Im Folgejahr dürfte der Umsatz dann bei rund 876 Mio. Euro und das Ergebnis je Aktie bei 1,55 Euro liegen. Daraus errechnet sich zur Emission ein 2002er KGV zwischen 8 bis 10. Dies liegt durchaus im Rahmen der börsennotierten Maschinenbau-Unternehmen.

2000

2001(e)

2002(e)

Umsatz (Mio.)

716

796

876

EPS

0,95

1,38

1,55

(Quelle: GoingPublic Research; alle Angaben in Euro)

Das Unternehmen ist solide und verfügt als Technologieführer über eine starke Marktstellung. Die MDax-Phantasie dieses Value-Wertes ist allerdings auch ins Pricing eingeflossen. Doch die hohe Abgabe der Altaktionäre mahnt zur Vorsicht. Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) gibt z.B. ihren kompletten 20 %igen Anteil ab! Auch die vorbörslichen Kurstaxen lassen kaum Zeichnungsgewinne erwarten. GoingPublic rät deshalb von einer Zeichnung ab.

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