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Insgesamt 4.051.512 Aktien inklusive Greenshoe (527.512 Stück) sollen durch ein Bankenkonsortium, bestehend aus HypoVereinsbank (Lead), Landesbank Baden Württemberg, Deutsche Apotheker- und Ärztebank und Oberbank aus Österreich, am Neuen Markt plaziert werden. Davon stammen 2,5 Mio. aus einer Kapitalerhöhung. Die restlichen Aktien und der Greenshoe sind aus dem Eigentum der Altaktionäre. Nach dem Börsengang beträgt der Free-Float inklusive Greenshoe 32,4 %. Größter Anteilseigner bleibt die Medison Co. Ltd. aus Seoul, Korea, die als wichtigster strategischer Partner keine Aktien abgibt und nach dem IPO 65,4 % halten wird.

Die 1947 gegründete Kretztechnik AG entwickelt und vertreibt Ultraschallgeräte für medizinische Anwendungen. Im Bereich 3D-Ultraschallgeräte ist das Unternehmen Weltmarktführer mit einem Anteil von 37 %. Laut eigenen Angaben besteht zudem ein Technologievorsprung von zwei Jahren, denn die Wettbewerber in diesem Markt bieten vorwiegend 2D-Systeme mit begrenzten 3D-Fähigkeiten an. So beträgt der Marktanteil von Kretztechnik bei voll integrierten 3D-Ultraschallsystemen nahezu 100 %.

Im Geschäftsjahr 1999 (01.11.98 bis 31.10.99) erzielte Kretztechnik einen Umsatz von 84,4 Mio. Euro. Der Jahresüberschuß betrug 5,2 Mio. Euro. Für das Jahr 2003 erwartet das Unternehmen Erlöse in Höhe von 202,2 Mio. Euro und einen Jahresüberschuß von 27,1 Mio. Euro. Das durchschnittliche jährliche Wachstum von rund 25 % beim Umsatz und rund 50 % beim Gewinn soll durch die starke Expansion des Marktes für 3D-Geräte von 30 % pro Jahr ermöglicht werden. Ein Schwerpunkt ist die Durchdringung des nordamerikanischen Marktes, auf dem ein Drittel der weltweiten Umsätze entstehen. Zusätzliche Phantasie ergibt sich durch die Möglichkeit, die voll digitalisierten 3D-Bilder über das Internet zu übermitteln und andere Ärzte in die Diagnose mit einzubeziehen („e-health“).

Die Kretztechnik AG verfügt über technologisch einzigartige 3D-Ultraschallgeräte, die eine genauere Diagnose in kürzerer Zeit ermöglichen. Da die Gesundheitssysteme weltweit unter hohem Kostendruck stehen, der vielfach durch Fehlbehandlungen aufgrund mangelhafter Diagnostik verursacht wird, ist eine hohe Nachfrage nach der Kretz-Technologie zu erwarten. Das Unternehmen hat mit Medison einen kompetenten Partner an der Seite, der den globalen Vertrieb der Produkte ermöglicht. Unter diesen positiven Voraussetzungen erscheinen die angestrebten Wachstumsraten realistisch. Am oberen Ende der Preisspanne ergibt sich ein Emissions-KGV von 18,4 auf 2001er Basis. GoingPublic rät aufgrund der moderaten Bewertung und der starken Marktstellung zur Zeichnung der Aktien. Auch nach der Emission sind wegen des hohen Marktwachstums Käufe bis 26 Euro erfolgversprechend.