Werbung

Unter dem Konsortialführer Sal. Oppenheim sollen 1,7 Mio. Aktien am Neuen Markt plaziert werden, nur der Greenshoe von weiteren 0,3 Mio. Anteilscheinen wird von Altaktionären zur Verfügung gestellt. Der Streubesitz nach Mehrzuteilungsoption liegt bei 35,1 %. Im Konsortium sind des weiteren die BHF Bank und net.IPO vertreten.

Die 1982 gegründete IBS Software AG, mit Hauptsitz in Höhr-Grenzhausen bei Koblenz, ist im Bereich Qualitätsmanagement-Software tätig und beschäftigte zum 31. Mai 141 Mitarbeiter. Durch Softwareplattformen wie CAQ=Qsys, die ständig Soll-Ist-Werte der einfließenden Daten des Systems kontrollieren, ist die frühzeitige Erkennung von Abweichungen bei der Produktion, z. B. von Autoblechen oder elektronischen Bauelementen, möglich. Außerdem bietet IBS Softwarelösungen in den Bereichen Kunden- und Lieferantenanbindung an, mit denen sich Lieferfähigkeit und Produktqualität der Lieferanten kontrollieren läßt. Die bereits über 600mal installierte Qualitätssicherungs-Software kommt u.a. auch bei BMW, DaimlerChrysler, Ford, Qiagen und Siemens zum Einsatz. Der Auslandsanteil lag im vergangenen Jahr bei 20 %.

Im Jahr 1998 erzielte die Softwareschmiede 6,64 Mio. Euro Umsatz, der im letzten Geschäftsjahr um etwa 48 % auf 9,81 Mio. Euro gesteigert wurde. Der Jahresüberschuß kletterte im gleichen Zeitraum von 0,22 auf 0,41 Mio. Euro. Beeindruckend hierbei ist weniger die Nettorendite von knapp 5 %, sondern vielmehr, daß IBS dieses Ergebnis trotz Aufwendungen in Forschung und Entwicklung von mehr als 3 Mio. Euro erzielen konnte. Mittelfristig rechnet GoingPublic mit einer Aufrechterhaltung der Wachstumsraten um 50 %, der Gewinn sollte dabei überproportional zulegen können.

Für das Jahr 2000 wird ein Gewinn pro Aktie von 0,25 Euro erwartet, der sich 2001 mit 0,53 Euro mehr als verdoppeln sollte. Daraus errechnet sich am oberen Ende der Preisspanne für 2001 ein KGV von circa 35. Für vergleichbare Werte der Peer Group wie Parsytec oder Isra lassen sich für das Jahr 2001 KGVs von 138 bzw. 105 ermitteln. AVT, die jedoch komplette Qualitätsüberwachungs-Systeme herstellen, sind mit einem KGV von aktuell 31 bewertet. Die relativ günstigen Kennzahlen von IBS lassen durchaus Spielräume nach oben. Eine Zeichnung erscheint interessant.

Eine ausführliche Analyse des Unternehmens finden Sie in der aktuellen Ausgabe 6/00 des GoingPublic Magazins auf Seite 48.