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Der Systemanbieter für alle Bereiche der Gütertransportwirtschaft hat nämlich keine Konkurrenz, zumindest keine direkt vergleichbare in Europa und Übersee. Die D.Logistics AG, Hofheim, ist im Oktober vergangenen Jahres als Holding dem seit 1890 bestehenden Speditionshaus Dönne & Hellwig sowie weiteren Unternehmen aus dem Umkreis des Vorstandsvorsitzenden Detlef W. Hübner vorgeschaltet worden.

Interesessante Unternehmensstrategie
D.Logistics bietet Komplettlösungen im gesamten Transport- und Lagerbereich an (siehe auch GoingPublic 4/99, S. 49). Den transportsuchenden Industriekunden sollen die effizientesten und dabei kostengünstigsten Möglichkeiten ihres Güter- und Lagermanagements zugänglich gemacht werden. Das breitgefächerte Angebotspektrum umfaßt von der normalen  Luftfrachtabwicklung bis zur Verpackung von Waren am Ort ihrer Produktion einschließlich der Just-in-time – Kundenanlieferung alle Aspekte einer modernen Warenwirtschaft. Multis wie Bosch und die europäische Niederlassung des US-Konzerns Gillette lassen beispielsweise Teilproduktionen ihrer belgischen Werke in dieser erweiterten Wertschöpfungskette durch das zukunftsweisende D.Logistics – System bearbeiten und transportieren. Mehrere Großkunden werden in den kommenden Monaten für dieses Outsourcing-Programm erwartet. Auch weitere, bisher ungewohnte Gechäftsfelder werden aktuell angegangen. In einem Pilotprojekt will D.Logistics mit einer Klinik in einem großen Einzugsbereich kooperieren. Dort soll die gesamte umfangreiche Warenwirtschaft, vom Catering bis zur Wäschereiabwicklung nach dem D.Logistics-System kostensparend organisiert werden. Dieses ist lediglich ein Beispiel von gütertransportwirtschaftlichem Neuland, das D.Logistics neben dem Ausbau der angestammten Interessen betreten will. Bei D.Logistics steht zwar eine ausgefeilte Computertechnik zur Koordination der gesamten Interessen und Geschäftsfelder zur Verfügung, jedoch kein Lastwagen zum Transport von Gütern. Das Unternehmen begreift sich einzig und alleine als Systemanbieter und Koordinator in Sachen Güterlogistik für seine Geschäftspartner.

Hervorragende Finanzperformance
Auch im Bereich seiner geschäftlichen Entwicklung nimmt D.Logistics im Reigen der IPOs am Neuen Markt eine Sonderstellung ein, denn das Unternehmen verdient seit Jahren glänzend. Der 1998 erzielte Umsatz von 75,8 Mio. DM brachte ein Bruttoergebnis von 12,9 Mio. DM und somit eine Brutto-Umsatzrendite von hervorragenden 17 %, die auch bei Nettoumrechnung über der 10 %-Marke liegt. Für dieses Jahr wird ein Umsatz von mindestens 100 Mio. DM angestrebt, wobei erwartet wird, daß die Gewinnentwicklung proportional mitzieht. Begünstigt wird die weitere Entwicklung einerseits durch die Zunahme des allgemeinen Frachtaufkommens um jährlich 8 % bei höheren Kundenansprüchen durch das Just-in-time-Prinzip, auf das sich D.Logistics optimal eingestellt hat. Andererseits wächst der internationale Markt für intelligente Güterlogistiksysteme um jährlich mehr als 50 % und somit stärker als die IT-Branche. Speziell in diesem Segment hat D.Logistics eine unangefochtene Spitzenstellung eingenommen. Der Grund von D.Logistics, die Aktien am Neuen Markt einzuführen, liegt nicht in der Sicherung und dem Ausbau der bisherigen Interessen, diese Entwicklung kann aus eigenen Mitteln finanziert werden. Die erwarteten Kapitalzuflüsse sollen dazu verwendet werden, Vorlaufzeiten von neuen Strategien zu überbrücken, wie etwa das Outsourcing-Programm und das Klinik-Projekt, bis diese auf ein vom Volumen her ineressantes Niveau gehoben sind. Ferner ist an Akquisitionen von Servicefirmen gedacht, die im unmittelbaren Zusammenhang mit den güterlogisistischen Interessen der D.Logistics stehen. Im IT-Bereich der Güterlogistik sollen den Geschäftspartnern möglichst viele Module des D.Logistics Netzwerkes zur Verfügung stehen. Nicht der Markt, sondern die fehlenden eigenen Kapazitäten sind mittelfristig die einzigen Begrenzungen, welche die zukünftige Entwicklung bremsen könnten.

Details der anstehenden Börseneinführung
Das Grundkapital des nach US-GAAP bilanzierenden Unternehmens von ursprünglich 511.000 Euro wurde am 2. März 1999 durch eine Sachkapitalerhöhung (durch Einbringung zweier Serviceunternehmen in den Konsolidierungskreis) auf 2,5 Mio. Euro erhöht. D.Logistics stellt 900.000 Aktien zu je einen Euro für den Börsengang zur Verfügung. Ferner können auf weitere 190.000 Aktien aus Altbesitz zugegriffen werden sowie auf einen Greenshoe von 100.000 Aktien. Unternehmens- und bankenseitig wird davon ausgegangen, daß alle Optionen vom Anlegerpublikum voll genutzt werden. Vor Redaktionsschluß war allerdings die Bookbuilding-Spanne noch nicht bekannt. Der Verkaufspreis der Aktie wird am 26. April veröffentlicht. Der Free-Float beträgt 35 %, davon sollen jeweils hälftig institutionelle und private Anleger bedacht werden. Nach der Börseneinführung wird Vorstandschef Detlev W. Hübner nach bisher 90,1 % noch über 58,5% der Aktien verfügen und  der Aufsichtsratsvorsitzende  Heinz O. Frey nach 9,9 % noch 6,5 %. 

Fazit:
Die Märkte und Größenordnungen, in denen sich D.Logistics mit seinen wegweisenden Strategien bewegt, sind in ihren Dimensionen nicht einmal ansatzweise zu erkennen. Globalisierung des Weltwirtschaft und Jahr für Jahr steigende Frachtaufkommen  auf der einen Seite stehen umfangreichen Outsourcing-Maßnahmen wie der Abbau unternehmenseigener Fuhrparkflotten sowie rigoros gewordenem Kostendenken der Wirtschaft auf der anderen Seite gegenüber. Und in diesem Auge des Taifun hat sich D.Logistics mit seinen ausgefeilten Güterlogistiksystemen komfortabel eingerichtet. Das Unternehmen wird von seiner geschäftliche Entwicklung zu den interessantesten und profitabelsten Unternehmen am Neuen Markt gehören und seine Aktionäre nicht enttäuschen.