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Heute startete die Zeichnungsfrist für bis zu 1.832.850 Aktien (rechn. Nennwert: 1 Euro) der Münchner FJA AG. Bis einschließlich 17. Februar werden die Anteilsscheine des führenden Beratungs- und Softwarehauses der deutschen Versicherungsbranche im Rahmen eines Bookbuilding-Verfahrens in einer Preisspanne von 41 bis 48 Euro zum Kauf angeboten. Für den 21. Februar ist die Erstnotiz am Neuen Markt vorgesehen. Konsortialführer ist die DG Bank. Zu den Konsortialmitgliedern zählen die HypoVereinsbank sowie die Baden-Württembergische Bank.

Von den angebotenen Aktien stammen 974.800 (53,2 %) aus einer Kapitalerhöhung. Die Altaktionäre geben 658.050 (35,9 %) Stücke ab, halten aber nach der Emission noch die Mehrheit. Zusätzlich wird ein Greenshoe von 200.000 (10,9 %) Aktien, die aus einer Kapitalerhöhung stammen, zur Verfügung gestellt. Der Streubesitz liegt nach Plazierung des Greenshoes bei rund 24 %.

Die FJA AG entwickelt und realisiert Software-Projekte für die Versicherungsbranche. Zu den Kunden des 500 Mitarbeiter zählenden Unternehmens gehören u.a. die Generali Gruppe, UBS, R&V Versicherung oder die amerikanische Phoenix Home Life. Wachsen will das Unternehmen nach dem Börsengang vor allen Dingen mit internetbasierten- und Customer Relationship Management (CRM)-Lösungen. Der Emissionserlös soll daher in die Neu- und Weiterentwicklung innovativer Softwareprodukte, die Internationalisierung sowie Akquisitionen investiert werden.

Im Gegensatz zu vielen Neuer Markt-Unternehmen arbeitet die FJA AG seit ihrer Gründung profitabel. Der Umsatz für 2000 wird um rund 30 % auf 77 Mio. Euro steigen. Die Analysten des Konsortialführers DG-Bank schätzen das DVFA-Ergebnis dann auf 0,97 Euro, in 2001 soll es bei 1,57 Euro liegen.

Bei einem Emissionspreis am oberen Ende der Bookbuilding-Spanne ergibt sich ein 2001er KGV von 30. Annähernd vergleichbare Systemhäuser wie Plaut oder Plenum werden derzeit mit einem KGV von 30 bis 35 bewertet. Bei einem zu erwartenden jährlichen Wachstum von 30 % ist FJA AG daher fair bewertet.

Anlegern empfehlen wir die Aktie zu zeichnen und diese langfristig zu halten, da ein stetiges Wachstum zu erwarten ist. Ein Nachkauf bei Kursen von über 72 Euro (KGV 45) ist nicht zu empfehlen.

Eine ausführliche Analyse des Unternehmens finden Sie auch im aktuellen GoingPublic-Magazin 2/2000, S. 30 und 31.