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>Bis zu 670.000 Aktien (inklusive 120.000 Stück Greenshoe) sollen unter Führung der Lang & Schwarz Wertpapierhandel AG am Qualitätssegment Smax des Frankfurter Geregelten Marktes eingeführt werden. Als Erstnotiz ist der 9. April geplant. Bei vollständiger Ausübung des Greenshoes ergibt sich ein Free Float von 24 %. Die 550.000 auszugebenden Aktien entstammen komplett einer Kapitalerhöhung, die gesamte Mehrzuteilungsreserve dem Besitz der Altaktionäre.

Im Bereich Energie hat ENRO das „Energie ohne Schadstoffe – Programm (EoS-Programm)“ entwickelt. Im Rahmen dieses Programms werden besonders umweltfreundliche Kraftwerke und Maschinen gebaut oder entsprechend modifiziert. Anschließend werden die Kraftwerke entweder an den Auftraggeber verkauft oder selbst betrieben. Ein weiteres Geschäftsfeld besteht in der Beteiligung an der Entwicklung eines Pilotprojektes für die flächendeckende, leitungsgebundene und hygienisch einwandfreie Wasserversorgung in der sehr wasserarmen Northern Province der Republik Südafrika. Das dritte Standbein ist der Energiehandel mit mittelständischen Unternehmen.

 

2000

2001e

20002e

 
Ums. (Mio.)

7,4

14,6

30,5

KUV´02e:  1,4
EPS

-1,00

0,10

1,18

KGV´02e: 13,1

(Quelle: Value Research; alle Angaben in Euro)

ENRO plant bis 2003 eine knappe Versechsfachung des 2000er Umsatzes von 7,4 Mio. Euro. Der Jahresüberschuß soll den Wachstumspfad der letzten 15 Jahre wiederaufnehmen und bis 2003 etwa 6,6 Mio. Euro erreichen. Aufgrund der Liberalisierung des deutschen Strommarktes und der „Auskehrung aller Risiken“ mußte das Unternehmen in 2000 erstmals Verluste ausweisen. Mit den Erlösen aus dem Börsengang will ENRO in den nächsten Jahren Investitionen in eine Vielzahl weiterer Energieprojekte angehen.

Auf Basis der Preisspannenmitte errechnet sich für 2002 ein KGV von 13,8. Vergleicht man dieses mit der veranschlagten Bewertung des Börsenkandidaten farmatic biotech energy AG, so wird das deutlich günstigere Niveau erkennbar. Sofern ENRO das angestrebte Wachstum tatsächlich realisieren kann, ist die Aktie damit durchaus attraktiv bewertet. Das Geschäft der ENRO AG ist jedoch zu einem erheblichen Teil ein Projektgeschäft, das mit hohen Vorlaufkosten und Anfangsinvestitionen verbunden ist. Daher bleibt abzuwarten, ob diese Investitionen sich so kurzfristig und in derart starkem Maße in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen, wie das Unternehmen angesichts der ambitionierten Zahlen plant. Langfristig stimmt zusätzlich der sehr geringe Free Float von maximal nur 0,67 Mio. Aktien und der damit zu befürchtende enge Markt für ENRO-Aktien bedenklich. Zudem bleibt abzuwarten, ob ENRO sich vor dem „Dornröschen-Schlaf“, in den viele Smax-Werte nach ihrer Emission verfallen sind, schützen kann.

Einen ausführlichen Beitrag zu dieser Neuemission können Sie im aktuellen GoingPublic Magazin 4/2001 auf Seite 16 lesen.

News zu geplanten Neuemissionen finden Sie täglich ab ca. 16 Uhr in der Rubrik „Der Neuemissions-Bericht “sowie morgens in den „Aktuellen IPOs“ bei den IPO-Kurzmeldungen.