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Emittiert werden 0,88 Mio. Aktien, die zu 80 % aus einer Kapitalerhöhung stammen. Darüber hinaus steht ein Greenshoe von weiteren 0,1 Mio. Aktien bereit. Nach Ausübung der Mehrzuteilungsoption liegt der Free Float bei knapp 28 %.

Die 1990 gegründete Energiekontor AG plant und finanziert Windparks in Deutschland, Griechenland und Portugal. Das Leistungsspektrum erstreckt sich dabei von der Standortwahl über die technische Planung bis hin zur Abwicklung der Genehmigungsverfahren und der Finanzkonzeption. Den Betrieb der Windparks übernehmen Gesellschaften, deren Anteile Energiekontor noch während der Projektdurchführung an private Investoren verkauft.

Der Erlös lag im letzten Jahr bei 33,2 Mio. Euro. Im laufenden Geschäftsjahr ist ein Anstieg auf rund 80 Mio. Euro geplant, bei einem Ergebnis je Aktie von 1,49 Euro. 2001 strebt das Unternehmen eine Umsatzausweitung auf ca. 130 Mio. Euro sowie einen Ergebnisanstieg auf 2,38 Euro pro Aktie an.

Einen Ausgabepreis von 32 Euro angenommen, ergibt sich zur Emission ein KGV auf Basis 2001 von 13,4. Angesichts eines geplanten Ergebniswachstums bis 2002 (CAGR) von durchschnittlich 41 % p.a. ist dies eine nicht übertriebene Bewertung. Der bereits notierende Wettbewerber Plambeck wird derzeit mit dem 20fachen des für 2001 erwarteten Gewinns bewertet. Dabei muß allerdings berücksichtigt werden, daß Plambeck neben dem Projektgeschäft im Stromhandel aktiv ist. Dies ist um so bedeutsamer, als das Gesetz zu erneuerbaren Energien (EEG), das die Attraktivität von Windkraftprojekten maßgeblich beeinflußt, noch geprüft wird. Das Gesetz legt die Einspeisungspreise für Windparkbetreiber auf 5 Jahre fest. Werden diese zu niedrig angesetzt, könnte dies bei Energiekontor zu starken Umsatzeinbußen führen.

Mit einem Engagement sollte daher bis zur Inkrafttretung des EEG abgewartet werden. Fällt dieses positiv aus, dann bietet sich auch ein Engagement in Energiekontor an.

Eine ausführliche Analyse des Unternehmens finden Sie auch in der aktuellen Ausgabe des GoingPublic-Magazins, S. 48.