Konsortialbanken sind Sal. Oppenheim (Lead) und die Stadtsparkasse Köln. Zur Zeichnung werden 650.000 Stückaktien angeboten, die vollständig aus einer Kapitalerhöhung stammen. Der hinzukommende Greenshoe beläuft sich auf 100.000 Aktien aus Altaktionärsbesitz. Der Streubesitz soll nach Börsengang und Ausübung des Greenshoes 28,29 % betragen.

Brainpool entwickelt und produziert Fernsehsendungen – anders als die Konkurrenz – in eigener Regie. Bekannteste Produktionen sind sicherlich „Die Wochenshow“, „TV Total“ und „Liebe Sünde“. Das Unternehmen verkauft lediglich Lizenzen und kann auf die Weise auch von der Weiterverwertung der Produktionen sowie vom Merchandising profitieren.

Mit dem Emissionserlös sollen neue TV-Formate entwickelt werden, die, ähnlich wie „Die Wochenshow“ auch international verwertbar sind. Das Unternehmen setzte 1997 noch 23,1 Mio. Euro um. 2002 sollen es schon 79,4 Mio. Euro sein. Das EBIT lag 1998 bei 2,6 Mio. Euro. In Planung ist eine Steigerung bis 2002 auf 16,2 Mio. Euro, wobei sich die EBIT-Marge 1998 auf 9,8 % belief. Schon im nächsten Jahr dürfte diese aber im höheren zweistelligen Bereich liegen, da bereits jetzt Verträge über Wiederholungsendungen für 2000 abgeschlossen sind.

Neben der geschickten Vermarktungsstrategie sollte sich der hohe Bekanntheitsgrad der produzierten Sendungen in der Kursperformance positiv niederschlagen. Vorbörsliche Taxen zeigen mit einem Aufschlag von mehr als 50 % auf das obere Ende der Bookbuildingspanne, wohin sich der Kurs entwickeln könnte.

Weitere Informationen zu Brainpool TV finden Sie im GoingPublic Magazin 11/99auf S. 46

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