Begleitet wird die Transaktion von der VEM Aktienbank. Eine Aktienplazierung ist mit der Notierungsaufnahme jedoch nicht verbunden. Von einem Investment ist abzuraten.

Das in Bern ansässige Unternehmen ist auf die Herstellung von Maschinen zur Produktion von Solarmodulen sowie auf die Herstellung von Solarmodulen spezialisiert. 3S beschäftigt lediglich vier Ingenieure und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von lediglich 2,6 Mio. CHF (1,67 Mio. Euro). Dabei steht – im Gegensatz zu allen deutschen notierten Solar-Unternehmen – sogar ein negatives EBIT zu Buche (-0,69 Mio. CHF / -0,44 Mio. Euro). Der Umsatz konnte im vergangenen Jahr zudem um lediglich 8 % gesteigert werden – für diese Branche ein außerordentlich schlechter Wert. Im ersten Halbjahr 2005 ist der Umsatz auf 2,15 Mio. CHF gestiegen, das EBIT war mit -0,2 Mio. CHF weiterhin negativ.

Im Juli dieses Jahres ist 3S mit der deutschen Gebr. Schmid GmbH+Co. KG eine strategische Kooperation eingegangen, die Aktivitäten bei halb- und vollautomatischen Modulfertigungslinien für die PV-Industrie umfaßt. Hiervon verspricht sich das Unternehmen einen deutlichen Wachstumsschub.

In den vergangenen Wochen führte 3S eine vorbörsliche Kapitalerhöhung durch, das Eigenkapital wurde dabei um 2,9 Mio. CHF erhöht. Der Anteil der Schweizer Investmentgesellschaft New Value an 3S ist dabei von 69,7 % auf 40,9 % zurückgegangen. Der Marktwert der Beteiligung wurde im Quartalsbericht von New Value mit rund 3 Mio. CHF (vor der Kapitalerhöhung) und damit zum Anschaffungswert ausgewiesen. Das Grundkapital umfaßt 5,45 Mio. CHF eingeteilt in 5,45 Mio. Aktien (Schweizer Valorennummer: 2 267 882, ISIN CH0022678822, WKN A0F6EW).

Fazit:
Bei lediglich vier Ingenieuren und einem Umsatz von rund 2 Mio. Euro handelt es sich um ein sehr kleines Solar-Unternehmen. Neben der Größe bleibt 3S auch bei der Umsatz- und Ertragsentwicklung sehr deutlich hinter anderen Unternehmen der Branche zurück, die bereits börsennotiert sind oder in Kürze an die Börse gehen möchten. Zudem sollen, wie von professionellen Marktteilnehmern zu hören ist, ab 2007 massiv Solarmodule aus China auf den Markt kommen – und dies teilweise in guter Qualität. Von einem Investment sollte Abstand genommen werden.

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