Viele Unternehmen im Maschinen- und Anlagebau bekennen sich zur Nachhaltigkeit, schaffen es jedoch noch nicht, ganzheitliche Konzepte zu entwickeln um sich Wettbewerbsvorteile durch eine nachhaltige Produktion zu sichern. Dies geht aus der aktuellen PwC-Studie „Strategisch denken, nachhaltig handeln und Erfolge messen“  hervor.
100 Führungskräfte aus dem deutschen Maschinen- und Anlagebau wurden zum Thema Nachhaltigkeit in ihrer Unternehmenspolitik befragt. Zwar sehen 54% der befragten Unternehmen Nachhaltigkeit als Teil ihrer Unternehmenstradition, doch häufig zielten Nachhaltigkeitsmaßnahmen vorwiegend darauf ab, Einsparungspotenziale ausfindig zu machen. „Viele Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau bekennen sich zwar zum nachhaltigen Denken und Handeln, ein integrierter Nachhaltigkeitsansatz ist in dieser Branche aber noch nicht tief verwurzelt“, erklärt Martin Theben, Leiter der Sparte Industrielle Produktion bei PwC.

Nachhaltigkeitsziele unterschiedlich gesetzt – Messungen erfolgen mehrheitlich
In den Bereichen Technologie, Systeme und Prozesse sowie Erzeugnisse und Komponenten bekommt Nachhaltigkeit eine deutlich höhere Bedeutung zugeschrieben als in den Bereichen Lieferkette, regionale Besonderheiten in den Zielmärkten und regionale Dienstleistungen. Michael Werner, Partner im Bereich Sustainability Services bei PwC, macht darauf aufmerksam, dass jedoch gerade eine nachhaltig ausgerichtete Lieferkette ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein könne. Immerhin 60% der befragten Unternehmen formulieren konkrete und messbare Nachhaltigkeitsziele. Die Überprüfung der Wirksamkeit dieser Ziele erfolge bei 76% regelmäßig durch Leistungskennzahlen und andere Indikatoren.

Innovationsprozesse, Innovationsvorhaben & Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit spielt eine immer größere Rolle auch im Innovationsdenken der Unternehmen. 35% sehen Nachhaltigkeit als ein wesentliches Kriterium bei der Entwicklung neuer Erzeugnisse und Komponenten, für 60% ist sie in Verknüpfung mit anderen Nutzenaspekten immerhin ein Teilkriterium. Sind die Nachhaltigkeitsziele erst einmal definiert, erlangt auch deren Umsetzung einen höheren Stellenwert im unternehmerischen Handeln. Auch die Einbindung der Kunden bei der Ideensuche sowie die Bereitschaft zu brancheninternen Kooperation steige mit der Formulierung der Ziele.

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