Quelle: maconda GmbH

 

 

Vom Befragungssystem zum Bewertungsmodell

Diese und weitere Kriterien werden über ein ausgefeiltes, aber auch bei Due Diligences gut einsetzbares Befragungssystem erhoben und über ein Punktbewertungsmodell zu einem Innovations-Score verdichtet. Ausgangspunkte hierfür sind üblicherweise im Datenraum eingestellte Unterlagen des Unternehmens sowie Informationen zu Wettbewerbern, die gezielt von einem auf Innovationsmanagement spezialisierten Due-Diligence-Experten gesichtet werden. Hinzu kommen gut vorbereitete Gespräche mit dem Management, mit Kunden, Lieferanten und Wettbewerbern. Bei Konsumgütern sollten zusätzlich auf ihre Erhebungs- und Ergebnisqualität geprüfte Marktstudien hinzugezogen werden, da spezielle Primärerhebungen im Rahmen einer CDD nie repräsentativ und valide sein können.

Wie erfolgsentscheidend welche Innovationen für ein konkretes Unternehmen sind, hängt auch von seiner Strategie ab. So hat ein Unternehmen, das auf Qualitätsführerschaft setzt, üblicherweise einen höheren Grad an Produktinnovationen (z.B. Entwicklung von Maschinen mit höherer Taktung oder Verarbeitung neuer Rohmaterialmischungen) als ein Massenproduzent, der Kostenführerschaft anstrebt. Bei diesem sind regelmäßige Prozess- und Produktionsinnovationen wichtiger (z.B. Einsatz von Maschinen mit höherer Fülltaktung).

Fazit

Die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens ist ein wichtiger Faktor seiner strategischen Wettbewerbsfähigkeit. Sie muss daher, trotz aller Hemmnisse, im Rahmen der Commercial Due Diligence bewertet werden. Dies erfordert großes Verständnis für das jeweilige Geschäft, besonders aber Erfahrung in der Erfassung der Innovationsfähigkeit.