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Sandalenfertigung in der neuen Manufaktur

Die Ultrasonic AG (Prime Standard, ISIN DE000A1KREX3, US5) ist die deutsche Holdinggesellschaft eines chinesischen Produzenten und Anbieters hochwertiger Markenschuhe. Die Reise führte uns direkt von Kinghero zur Besichtigung einer neu errichteten Schuhmanufaktur, deren erste Gebäude nun stehen. Live konnten wir erleben, wie hier an den Arbeitsstationen die ersten Testläufe gefahren wurden und neue Mitarbeiter ihre erste Einarbeitung bei der Sandalenherstellung erfuhren. Das sympathische Management um Gründer, CEO und Großaktionär Qingyong Wu (Beteiligungsquote 77 %), COO Minghong Wu sowie CFO Chi Kwong Clifford Chan zeigte uns persönlich und stolz ihre neue Errungenschaft. Anschließend ging es ca. eine Busstunde zurück nach Xiamen in die Firmenzentrale von Ultrasonic.

Zahlen im Überblick
Ultrasonic berichtete erst vor wenigen Tagen die endgültigen 2012er Zahlen, die auch Teil der folgenden Präsentation waren: Der Konzernumsatz stieg im Geschäftsjahr 2012 um 24,8% von 119,4 Mio. Euro auf 149,0 Mio. Euro, wobei ein Teil der Zunahme auf der Aufwertung des RMB fußte. Generell waren im abgelaufenen Geschäftsjahr steigende Lohnkosten und höhere Rohstoffpreise zu verzeichnen, die jedoch durch höhere Absatzpreise zum Großteil aufgefangen bzw. wie im Segment Urban Footwear sogar überkompensiert werden konnten. Das Ergebnis vor Steuern konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr um 8,6 Mio. Euro oder 25,9 % auf 41,8 Mio. Euro (2011: EUR 33,2 Mio.) gesteigert werden. Die EBT-Marge lag bei 28,1 % (2011: 27,8 %). Das Ergebnis nach Steuern im Konzern stieg entsprechend um 23,6 % auf 30,8 Mio. Euro (2011: 24,9 Mio. Euro). Durch den starken Cash Flow nahmen die liquiden Mittel trotz erheblicher Investitionen nur leicht ab. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten belief sich zum 31. Dezember 2012 auf EUR 74,5 Mio. (31. Dezember 2011: EUR 77,5 Mio.) und steht damit für den Großteil des für die nächsten Jahre geplanten Investitionsbedarfs zur Verfügung. Das Eigenkapital erhöhte sich auf 122,5 Mio. Euro (+ 31 %).

Der engagierte CFO Chi Kwong Clifford Chan präsentiert stolz die neuen Werkshallen.

Ausblick
Aufgrund der neu errichteten und bereits teilweise in 2013 in Betrieb gehenden Produktionskapazitäten geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2013 von einem Konzernumsatzwachstum auf Euro-Basis (ohne Berücksichtigung von Währungseffekten) von ca. 10-15% aus. Durch die erfolgreiche Erweiterung der Vertriebskanäle und des Produktangebots ergeben sich weitere Wachstumspotenziale bei gleichzeitig steigenden Anforderungen an die Höhe des Working Capital. Die Anlaufkosten der Produktion sowie die Aufbaukosten für die Erschließung der neuen Vertriebskanäle werden jedoch voraussichtlich zu einer vorübergehend leicht rückläufigen Margenentwicklung in den nächsten 1-2 Jahren führen. Demzufolge erwartet der Vorstand für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 eine etwas reduzierte Vorsteuermarge (EBT) von 23-26%.

Könnte ein „Schuh“ daraus werden…
Der Besuch bei Ultrasonic hat gegenüber den Unternehmensbesuchen der letzten Tage in einigen Punkten noch einmal ein Ausrufezeichen gesetzt. Erstmals wurden wir mit einer hochprofessionellen Präsentation in einem modernen Bürogebäude empfangen. Erstmals wurden auch detaillierte Marktanalysen und Strategieüberlegungen vorgestellt – und das bis ins Jahr 2015 hinein. Ebenfalls neu war die Nennung der Wettbewerber und deren Vergleichszahlen. Schließlich gefällt bei Ultrasonic auch, dass man das Wachstum vor allem im chinesischen Heimatmarkt sieht. Aufgrund der 30 Jahre Erfahrung von Familie Wu im „Schuh-Geschäft“ traut man den handelnden Personen auch die nächsten Wachstumsschritte zu. Ganz abgesehen von der bereits 2012 gezeigten Bereitschaft, die deutschen Aktionäre mit einer Dividende in Form einer Aktie sowie dem Angebot des Rückkaufs durch die Gesellschaft zu belohnen.

Kurz vor der Abreise in der Ultrasonic-Firmenzentrale: Markus Rieger mit CEO und Großaktionär Qingyong Wu.

Ende einer Reise
Da ich persönlich die Frage- und Antwort-Runde sowie das folgende Abendessen nicht mehr miterleben konnte, beruhen diese Einschätzungen allein auf meiner persönlichen Meinung; eine gemeinsame Diskussion der Investorenrunde war nicht mehr möglich. Müde, abgekämpft, aber auch voller positiver Eindrücke und stolz, dabei gewesen zu sein, geht es jetzt zurück in die deutsche Heimat. Der letzte China-Besuch wird es aber ganz sicher nicht gewesen sein.

Für einen Bericht zur Besichtigung bei MingLe Sports und AT&S am 25./26.4. wird – hoffentlich – einer meiner Reisebegleiter zur Verfügung stehen!

Lesen Sie hier die weiteren Teile der China Investorenreise:

Teil 1: Youbisheng Green Paper
Teil 2: United Power Technology
Teil 3: Haikui Seafood
Teil 4: Kinghero
Teil 5: Ultrasonic
Teil 6: Ming Le Sports
Teil 7: AT&S

 

Über den Autor

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