Auch in diesem Jahr kam die IR-Community zur traditionell Ende Januar stattfindenden ir 2019 zusammen; wie auch in den Jahren zuvor wurde die Konferenz vom IR Club und cometis veranstaltet.

Bereits am Nachmittag vor dem Hauptkonferenztag konnten sich die Teilnehmer im Workshop zu Trends, Risiken, Chancen und Anforderungen im Umgang mit aktiven Investoren für die Konferenz am Folgetag warm diskutieren – ehe man sich am Abend bei einem Gläschen Wein über weitere aktuelle IR-Trends austauschte.

Patrick Kiss, IR Club, Peter List vom GoingPublic Magazin und Michael Diegelmann, cometis, hinter den Kulissen der ir 2019.
Patrick Kiss, IR Club, Peter List vom GoingPublic Magazin und Michael Diegelmann, cometis, hinter den Kulissen der ir 2019.

Für alle sportlichen Frühaufsteher boten die Veranstalter am nächsten Morgen außerdem den gewohnten IR Fun Run: rund fünf Kilometer ging es durch die Frankfurter Innenstadt – und das bei nicht wirklich gemütlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt. Schließlich startete die diesjährige Konferenz in neuen Räumlichkeiten – dem Frankfurter Sofitel am Opernplatz – mit dem CFO Panel, in dem über die zentralen Aufgaben und Funktionen der Investor Relations debattiert wurde.

Überreguliert?

Weitere zentrale Themen, welche die Community derzeit beschäftigen, sind die steigenden regulatorischen Anforderungen, darunter u.a. MiFID II. So konnte rund 12 Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes eine erste Zwischenbilanz gezogen werden:  Im Vortrag von Andreas Strobl (Berenberg Wealth & Asset Management), Frank Rothauge (AHP Capital) und Jörg Hoffmann (Wacker Chemie) wurde deutlich, dass MiFID II insbesondere für kleinere Unternehmen sehr herausfordernd ist. Nicht zuletzt durch den erhöhten Kostenanstieg für Research & Co sowie dem Kampf um die Wahrnehmung am Markt. Des Weiteren wurden die Kodexreform und ARUG II sowie deren Auswirkungen auf die IR-Arbeit der Emittenten diskutiert. Als Referenten konnten hier Ralf Pickert von Computershare Deutschland und Marc-Oliver Kurth von Taylor Wessing punkten. Eine interessante Prognose über die wirtschaftliche Entwicklung für 2019 präsentierte Holger Schmieding, Chefvolkswirt von Berenberg.

Darüber hinaus wurde in der Power Hour, in der Vorträge im kompakten Schnelldurchlauf dargeboten werden, folgende spannende Themen behandelt: u.a. Fake News, die neue Indexwelt, HV-Präsenz: Wie motiviere ich meine Streubesitz-Aktionäre? und 11 Rules of Roadshows. Zu guter Letzt durfte neben weiterer spannender Panels im Verlauf des Tages die IR-Vergütungsstudie von Heidrick & Struggles nicht fehlen: Aus Sicht der HR-Agentur sind die Budgets in der IR demnach deutlich zu klein.

Als krönendes Highlight wurden außerdem die Institutional Investor’s-Awards am Nachmittag verliehen – bei diesen wurden die besten IROs 2019 sowie das beste IR-Programm gekürt. Auf den 1. Platz für das beste IR-Programm landeten BASF und Fraport (Small/MidCaps); als beste IR Professionals wurden u.a. Dominik Heger von Fresenius Medical Care und Florian Fuchs von Fraport ausgezeichnet (ausführlichere Information zur Preisverleihung und weitere Platzierungen finden Sie hier).

Wie immer bot die Konferenz auch in diesem Jahr eine guten Überblick über die aktuellen Themen und die künftigen Herausforderungen in der IR-Branche.

Über den Autor

Svenja Liebig ist Redakteurin des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für goingpublic.de