In der Rheinmetall-Zentrale in Düsseldorf ist die Entscheidung gegen einen Börsengang der Automobilsparte gefallen. Quelle: Rheinmetall
In der Rheinmetall-Zentrale in Düsseldorf ist die Entscheidung gegen einen Börsengang der Automobilsparte gefallen. Quelle: Rheinmetall

Im Rahmen der heutigen Bilanzvorlage wurde bekannt, dass Rheinmetall Abstand von einem Börsengang seiner Automobilsparte nimmt. Man wolle auch weiterhin an den beiden Säulen Rüstung und Automotive festhalten, da man hier noch enormes Potential für profitables Wachstum sehe, so Vorstandschef Armin Papperger.

Das Jahr 2013 markiere für Unternehmen den Beginn des Strategieprogramms „Rheinmetall 2015“, in dessen Zuge das internationale Wachstum weiter vorangetrieben werden soll. Für dieses Übergangsjahr geht Rheinmetall nur von einem verhältnismäßig geringen Umsatzwachstum von 4,7 Mrd. EUR (2012) auf 4,8 – 4,9 Mrd. EUR aus. Zudem werde das Ergebnis mit anvisierten 240 bis 260 Mio. EUR geringer ausfallen als im Vorjahr (rund 300. Mio. EUR). Belastend würden sich insbesondere die Restrukturierungskosten zwischen 60 und 80 Mio. EUR auswirken. Die dadurch gewonnen Einspareffekte sollen dann ab 2015 zum Tragen kommen und jährlich zwischen 55 und 77 Mio. EUR betragen. Gleichzeitig wolle man ab 2015 ein jährliches Wachstum von 3 bis 5% bei deutlich verbesserter Profitabilität erreichen.

Der Markt reagierte prompt auf diese Nachrichten: Die Aktie von Rheinmetall fiel heute zeitweise um mehr als 9% auf 37,32 EUR. Damit führt die Rheinmetall-Aktie aktuell die Flop-Liste im MDAX an. Die Aktionäre dürften sich zudem enttäuscht zeigen, über den unveränderten Dividendenvorschlag von 1,8 EUR.