Im Rahmen eines Blocktrades verkaufte die ehemalige Konzernmutter Siemens 40 Mio. Infineon-Aktien. Der Münchner Großkonzern hatte in den letzten Monaten bereits seine Beteiligung auf knapp unter 50 % heruntergeschraubt und damit die Mehrheit abgegeben.

Offensichtlich herrscht bei Infineon schon wieder Bedarf an frischen Finanzmitteln. Zu diesem Zweck begibt das Unternehmen eine Wandelanleihe im Volumen von rund 1 Mrd. Euro. Sie soll bei institutionellen Investoren außerhalb der Vereinigten Staaten plaziert werden und zur Finanzierung „des langfristigen Wachstums“ dienen.

Erst im Sommer letzten Jahres hatte Infineon im Rahmen einer Kapitalerhöhung deutlich weniger Einnahmen erzielt als ursprünglich geplant. Zu dieser Zeit befanden sich die Papiere genau wie die Preise für Halbleiterchips gerade im freien Fall. Vor diesem Hintergrund dürfte das Timing dieses Mal deutlich besser gelungen sein.

Am Morgen waren die Aktien von Infineon folgerichtig die größten Verlierer im Dax. Die Papiere gaben 6,5 % auf 24,40 Euro deutlich ab.

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