Der malaiische Besitzer Vincent Tan änderte, aufgrund der besseren Vermarktbarkeit in Asien, die Vereinsfarben von blau in rot – sehr zum Unmut der Fans von Cardiff City. Quelle: Cardiff City

Der walisische Fußballklub Cardiff City zieht nach seinem Aufstieg in die englische Premier League einen Börsengang in Betracht. Das äußerte jetzt der malaiische Besitzer Vincent Tan, der rund 36% des Vereins besitzt.

Der Emissionserlös soll in erster Linie zum Abbau der Schulden des Klubs verwendet werden. „Wir schauen uns mehrere Optionen an, wie wir zu Geld kommen, um die Banken zu bezahlen. Ich habe so viel investiert, jetzt muss ich Geld einsammeln. Der Börsengang ist eine Option“, so der Milliardär aus Malaysia. Falls es wirklich zum IPO kommen sollte, würde dieses noch in diesem Jahr erfolgen.

Cardiff City wäre neben Manchester United der zweite börsennotierte Fußballklub aus der Premier League. Der englische Rekordmeister war im vergangenen Jahr in New York an die Börse gegangen und hatte dabei rund 233 Mio. USD erlöst. Die Emission verlief für den Klub wenig erfreulich: Ursprünglich war ein Ausgabepreis um die 20 USD pro Aktie angepeilt worden, der aufgrund der geringen Nachfrage jedoch auf 14 USD korrigiert werden musste. Ob die Aktie von Cardiff City bei den Investoren auf bessere Resonanz als die des Branchenprimus treffen wird, darf bezweifelt werden.

In Deutschland ist bislang nur Borussia Dortmund an der Börse notiert. Sieht man von der jüngeren Vergangenheit ab, ist auch diese Aktie alles andere als eine Erfolgsgeschichte.