Auto-Teile-Unger betreibt eine Kette von Autofahrer-Fachmärkten mit integrierten Werkstätten. Das Unternehmen verfügt derzeit über 455 Filialen, davon 441 in Deutschland, 14 in Österreich und eine in der Tschechischen Republik. Bis zum Jahr 2014 sollen 800 Filialen betrieben werden. Der Börsengang des Unternehmens ist bis zum Ende des dritten Quartals 2004 geplant. Parallel zum öffentlichen Angebot in Deutschland ist eine Privatplazierung bei institutionellen Investoren in den USA nach Rule 144A vorgesehen. Konsortialführer sind CSFB und HSBC Trinnkaus & Burkhardt.

Seit dem Jahr 2002 hält die britische Private Equity-Gesellschaft Doughty Hanson rund 72 % an Auto-Teile-Unger. Der Gründer Peter Unger hält noch 19 % der Anteile und 5 % das Management. 4 % hält das Unternehmen selbst an eigenen Aktien aus der Finanzierung des Leveraged Buy-out (LBO). Angaben zur Plazierungsstruktur, d.h. der Abgabe von Doughty Hanson und der Höhe der Kapitalerhöhung, wurden nicht gemacht.

Im vergangenen Jahr erzielte Auto-Teile-Unger einen Umsatz (nach IFRS) von 1,1 Mrd. Euro. Das EBIT betrug 125,4 Mio. Euro. Dies entspricht einer guten EBIT-Marge von 11,4 %. Doch das Finanzergebnis betrug aufgrund der LBO-Finanzierung -116,2 Mio. Euro. Entsprechend konnte ein Vorsteuer-Ergebnis von nur 9,2 Mio. Euro bzw. ein Jahresüberschuß von nur 3,0 Mio. Euro ausgewiesen werden. Als Folge der LBO-Transaktion 2002 ergibt sich per 31.12.2003 eine Eigenkapitalquote von nur 5,7 %.

 

Über den Autor

Die GoingPublic Redaktion informiert über alle Börsengänge, Being Public, Investor Relations, Tax & Legal, Themen und Trends rund um die Hauptversammlung sowie Technologie – Finanzierung – Investment in den Lebenswissenschaften.