Seit 2001 haben rund 4 Mio. Deutsche den Aktien oder Aktienfonds den Rücken gekehrt. Im letzten Jahr hat sich fast jeder 13. aus der Anlegerklasse Aktienfonds zurückgezogen. Dies geht aus den aktuellen Aktionärszahlen des Deutschen Aktieninstituts hervor.

Aktien werden in Deutschland als Anlagemittel immer unattraktiver. Rund 600.000 Menschen weniger haben im vergangenen Jahr darin investiert. Besonders stark betroffen sind davon die Fondsanlagen. Insbesondere die junge Generation der unter 40-Jährigen hat schwindendes Interesse an Aktien zur Vermögenssicherung oder -erweiterung.

Dr. Christine Bortenlänger, geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts, hält die Entwicklung seit 2001 für dramatisch: „Wir dürfen nicht länger zusehen, wenn große Teile der Bevölkerung vollständig auf ein Aktieninvestment verzichten.“ Verantwortlich für einen solchen Rückschlag für die Aktienkultur sei eine Mischung aus schlechten persönlichen Erfahrungen und falschen Rahmenbedingungen. Das hätte, laut Bortenlänger, zur Folge, dass „die junge Generation in großem Stil falsch spart und damit auf eine Sicherung des Lebensstandards im Alter verzichtet“. Diesen Zustand dürfe die Gesellschaft nicht hinnehmen.

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