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Viele Worte verlieren

Wir befinden uns in einer Zeit der kurzen Worte: Ohne Mail können wir uns den Alltag nicht mehr denken, ohne Tweets und SMS manche von uns nicht mehr leben. Dies verändert auch die Finanzkommunikation. Man mag dies kritisch sehen. Ein Gutes hat es: Wir trimmen unsere Aufmerksamkeit auf kürzere Einheiten und trainieren uns, auf den Punkt zu kommen.

Deutsche Unternehmen sind Wortexportweltmeister. Amerikaner, Engländer, Franzosen – sie alle fassen sich in ihrer Berichterstattung kürzer. Weil sie weniger zu sagen haben? Der Sieger-Bericht des diesjährigen manager-magazin-Wettbewerbs, die Deutsche Post, kommt auf 230 Seiten. An so viel Lektüre hat ein Leser – und in diesem Fall auch der eigene Außendienst – schwer zu tragen. In Zukunft werden wir uns mehr Gedanken darüber machen, welche Worte wir sparen können. Denn für Überflüssiges fehlt die Geduld.

Fazit

Statt als Zahlenkunstwerk wird sich der Geschäftsbericht in Zukunft mehr als Kursbuch präsentieren. Er wird aussagekräftiger, weil die Führung bei den grundlegenden Themen mehr Farbe bekennt. Dafür holt er sich zugleich die dafür notwendigen Spielräume zurück. Das schafft Beruhigung und wird in Zukunft alle besser schlafen lassen.

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