Die österreichische Frequentis AG hat heute erfolgreich ihr Börsendebüt in Frankfurt und Wien über die Bühne gebracht – und das nach einem sehr schwachen Wochenbeginn des DAX.

Das Wiener Unternehmen startete an der Börse zu einem ersten Kurs von 18 EUR, der damit auf Augenhöhe des Ausgabepreises lag. Zeitgleich notieren die Aktien seit heute auch an der Wiener Heimatbörse – dort lag der Erstkurs mit 18,10 EUR sogar minimal im Plus.

Insgesamt wurden 3 Mio. Inhaberaktien bei Investoren platziert, bestehend aus 1,2 Mio. neuen Aktien aus einer Kapitalerhöhung, 1,5 Mio. Aktien aus dem Bestand des Mehrheitseigentümers Johannes Bardach sowie 300.000 Aktien im Rahmen der Greenshoe-Option, die ebenfalls aus dem Bestand des Altaktionärs Bardach stammen. Die MarketCap liegt damit bei ca. 238 Mio. EUR.

Das Management von Frequentis auf dem Frankfurter Börsenparkett.
Das Management von Frequentis auf dem Frankfurter Börsenparkett.

Auf Basis des finalen Platzierungspreises beläuft sich das gesamte Platzierungsvolumen somit auf EUR 54 Mio. EUR – dem Wiener Unternehmen selbst fließen Bruttoerlöse in Höhe von 21,6 Mio. EUR zu. Bei voller Ausübung der Mehrzuteilungsoption bleibt die Familie Bardach mit einem Anteil von rund 67% langfristiger Mehrheitsaktionär.

„Ein wesentliches strategisches Motiv für den Börsengang war es, die nachhaltige weitere Entwicklung von Frequentis als börsennotierten Familienunternehmen sicherzustellen. Der direkte Zugang zum Kapitalmarkt wird uns dabei unterstützen“, betont Mehrheitseigentümer Hannes Bardach.

Frequentis ist nach eigenen Angaben weltweit führend im Bereich Control Center Solutions mit Einsatzfeldern im Air Traffic Management, Public Safety und Public Transport. Endkunden sind u.a. die zivile und militärische Flugsicherung (z.B. DFS – Deutsche Flugsicherung), Polizei und Rettungsdienste (z.B. London Met Police) sowie Schienen- und Schiffsverkehrsgesellschaften (z.B. SBB).

Über den Autor

Svenja Liebig ist Redakteurin des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für goingpublic.de