Dies geht aus einem Brief hervor, den TMT-Chairman Nobu Su unlängst dem CEO der Royal Bank of Scotland, Ross McEwan, sowie dem früheren Non-Executive Director John McFarlane (aktuelle RBS-Chairman) zukommen ließ.

Im Kerne geht es um den kontroversen Margin Call bei der Schwelle von 85 Mio. USD seinerzeit. Nobu Su hinterfragte die ‚runde Summe‘ von 85 Mio. USD schon vor sechs Jahren während der Finanzkrise.

Su bringt den Margin Call von damals in direktem Zusammenhang mit der Rettung von AIG. TMT-Aktien waren damals indirekt hinterlegt für einen Notfall-Syndikatskredit von JP Morgan und Goldman Sachs.

Nobu Su sieht zudem die Rettung von Goldman Sachs und Morgan Stanley, die 2008 in sog. Holdings schlüpften, nicht als Zufall: 40 Mrd. USD haben die beiden Banken seinerzeit von der FED erhalten und ihr Überleben damit gesichert, ohne große Due Diligence, wie sie normalerweise üblich wäre.

Auch habe Barclays Lehman für die lächerliche Summe von 1,75 Mrd. USD aufkaufen können, wovon 6/7 für das Headquarter in New York waren, nur 250 Mio. USD für das operative Geschäft.

Lehman

Erst durch diesen Kuhhandel sei Barclays zu einer globalen Investment Bank avanciert, nach der CEO Bob Diamond schon lange gestrebt habe, so Su.

Die Frage sei also erlaubt, ob die gesamte Geschichte geplant gewesen sei oder purer Zufall der Ereignisse damals.

Die eigene Bilanz von TMT bezeichnet Su als ‚gekidnappt von RBS‘ und diese habe eine große Rolle in der Rettung des globalen Bankensystems in der Finanzkrise gespielt.

Sogar Ex-Fed-Chef Ben Bernanke beschreibt in seinem Buch, dass für Margin Calls seit 1932 eine Grenze von nur 300 TUSD gegolten habe – einen Monat vor dem Lehman-AIG-Desaster sei sie auf 85 Mio. USD willkürlich angehoben worden mit all den Konsequenzen, die man dann gesehen habe.

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