Der digitale Mittelstandsfinanzierer steigert den Umsatz sowie die Mitarbeiterzahl nach dem Börsengang im letzten Jahr deutlich und sieht noch weiteres Potenzial.

creditshelf konnte im Geschäftsjahr 2018 ein deutliches Wachstum verzeichnen und den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um knapp 100% auf 2,4 Mio. EUR steigern. Hierzu trugen laut Unternehmensangaben neben dem um rund 60% auf 50,7 Mio. EUR angestiegenen Kreditvolumen auch die in Q2/2017 eingeführten Vermittlungsgebühren bei. Der Kreditanbieter im Bereich der digitalen Mittelstandsfinanzierung konnte das durchschnittliche Kreditvolumen so wie die durchschnittlich angefragte Laufzeit erhöhen. Infolge des Börsengangs im Juli letzten Jahres und zwei Kapitalerhöhungen stieg die Eigenkapitalquote deutlich von knapp 28% auf rund 70% an. Im letzten Jahr wurden über creditshelf mehr Kredite angefragt als je zuvor. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war das angefragte Kreditvolumen mit 1 Mrd. EUR mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr. Auch das Volumen der arrangierten Kredite wuchs um rund 51% auf 50,7 Mio. EUR.

creditshelf-CEO Tim Thabe am Tag des IPOs im Juli 2018.
creditshelf-CEO Tim Thabe am Tag des IPOs im Juli 2018.Foto: creditshelf.

Das EBIT war erwartungsgemäß durch das Wachstum belastet und betrug -5,4 Mio. EUR (-1,1 Mio. im Vorjahr). Dies ist vor allem auf die gestiegenen Personalkosten, Einmalzahlungen für die Abwicklung des IPOs und Werbemaßnahmen, um die Marke zu etablieren zurückzuführen.

Dr. Tim Thabe, CEO von creditshelf, zeigt sich mit der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufrieden: „Als Pionier der digitalen Mittelstandsfinanzierung in Deutschland hat creditshelf im vergangenen Jahr seinen Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt. Wir sind davon überzeugt, dass wir in unserer Entwicklung erst am Anfang stehen. Im Markt für digitale Mittelstandsfinanzierung liegt noch eine Menge Potenzial.“

Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet der Vorstand eine Umsatzsteigerung zwischen 90 und 130% auf 4,4 bis 5,5 Mio. EUR. Aufgrund von Investitionen in das weitere Wachstum wird für das Geschäftsjahr 2019 mit einem EBIT im Korridor von -3,5 bis -4,5 Mio. EUR gerechnet. Mittelfristig geht der Vorstand weiterhin davon aus, pro Jahr Kredite in der Höhe von 500 Mio. EUR arrangieren zu können.

Der Wert der Aktie sank leicht um 0,6% und steht aktuell bei 57,77 EUR.

Titelfoto: taa22 – stock.adobe.com

Über den Autor

Svenja Liebig ist Redakteurin des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für goingpublic.de