Das zumindest berichten Medien, die sich auf die FAZ berufen. Dr. Stefan Wolf, CEO des Automobilzulieferers ElringKlinger, ist bereits Vorsitzender der Gesamtmetall Südwest und wird als aussichtsreichster Kandidat für einen weiteren Aufstieg gehandelt.

Damit hat der 59jährige offenbar die Pole Position inne: In der Südwest werden meistens Pilottarife ausgehandelt, die später in anderen Bundesländern übernommen werden – kein Wunder, gilt das Schwabenland doch als Hochburg nicht nur bekannter Auto-Größen, sondern naturgemäß auch ihrer Zulieferindustrie.

Dr. Stefan Wolf, ElringKlinger

Rainer Dulger nämlich, der die Gesamtmetall seit rund acht Jahren anführt, wird Ende des Jahres seinerseits an die Spitze der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, BDA, wechseln.

Aber auch Arndt G. Kirchhoff, aktuell Präsident des Verbands der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen, werden Chancen auf die Gesamtmetall-Leitung zugeschrieben – allerdings hatte der Presseberichten zufolge stets betont, an einem Wechsel nach Berlin kein sonderliches Interesse zu hegen.

Wolf führt ElringKlinger bereits länger als das Gedächtnis von Börsianern reicht: seit 2006. Seine Aufgabe bzw. die seiner Alternativen wäre keine leichte, hatte sich die Gesamtmetall doch mit Kampfslogans wie ‚Wir zahlen nicht für die Krise!‚ eindrucksvoll in Szene gesetzt. Der Vorschlag einer 4-Tage-Woche wurde abgebügelt. Auch Wolf hatte dies als Verhandlungsführer der schwäbischen Metallarbeitgeber unter Verweis auf höhere Arbeitsstückkosten von sich gewiesen.

Titelfoto und Personenfoto: @ElringKlinger

Über den Autor

Falko Bozicevic ist Chefredakteur des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für das Portal BondGuide (www.bondguide.de)