Bildnachweis: Siemens Energy.

Nach aufgekommenen Spekulation durch eine Bloomberg-Meldung gestern reagierte der Energiekonzern (www.siemens-energy.com) heute darauf.

Wie das im MDax notierte Unternehmen am Mittwochvormittag kurz nach Börsenbeginn in München mitteilte, erwägt das Management ein Kaufangebot in bar. Im Anschluss könnte die Tochter Gamesa (www.siemensgamesa.com) dann von der Börse genommen werden.

Offen sei indes das Ergebnis dieser Überlegungen. Es sei noch keine Entscheidung getroffen worden. Zudem gebe es keine Gewissheit, ob es zu einem Deal kommen werde oder nicht, hieß es weiter.

Siemens Energy besitzt bereits gut zwei Drittel der Gamesa-Anteile. Seit Monaten kursieren Gerüchte über eine mögliche Übernahme.

Mit einer Komplettübernahme wollen die Münchner ein neues Kapitel aufschlagen und die andauernden Probleme bei der Windkraft-Tochter nun in eigener Regie lösen. In den vergangenen Monaten war Siemens Energy infolge der anhaltend schwachen Entwicklung der Tochter in Mitleidenschaft gezogen worden.

Für die Aktionäre dürfte bei dem Vorhaben laut dem Bloomberg-Bericht eine kleine Prämie anfallen, das durchschnittliche Kursziel von Analysten lag zuletzt bei etwas über 18 EUR. Seit Jahresbeginn hatte die Aktie bis dato ein Drittel an Wert eingebüßt. Aktuelle Marktkapitalisierung: 11, 84 Mrd. EUR.

Jahres-Chart Siemens Energy:

Quelle: www.finanzen.net

Siemens Energy hatte seine Prognose infolge der anhaltend schwachen Entwicklung bei Gamesa vergangene Woche nach unten geschraubt. Umsatz und operatives Ergebnis dürften nun am unteren Ende der bisher angegebenen Prognosespannen ausfallen. Unter dem Strich erwartete das Management anhaltend hohe Verluste. Zum vierten Mal in Folge hatte Gamesa zuletzt das Quartalsergebnis der Mutter verdorben. CEO Christian Bruch: „Die Situation bei Gamesa hat sich seit der letzten Gewinnwarnung weiter verschärft“

Jahres-Chart Siemens Gamesa:

Quelle: www.finanzen.net

Aktuelle Marktkapitalisierung: 9,12 Mrd. EUR.