Themis Bioscience, ein Wiener Biotech-Spezialist für die Entwicklung von Impfstoffen, hat eine Serie B-Finanzierungsrunde in Höhe von zehn Mio. EUR erfolgreich abgeschlossen. Die Investmentrunde wurde von den bestehenden Investoren Ventech, Omnes Capital und Wellington Partners gezeichnet. Dabei agierte Wellington Partners als Lead Investor. Neue Investoren umfassen Business Angels und den aws Gründerfonds.

 

Kampf gegen das Chikungunya-Fieber

Schwerpunktmäßig wird das Unternehmen das neue Kapital in eine laufende Phase 2-Studie seines Lead Products, einem Impfstoff gegen Chikungunya, investieren.

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Regina Hodits, General Partner des Lead Investors Wellington Partners, verwies auf die wichtigsten Gründe für die Investitionsentscheidung von Wellington: „Diese sind: der Fokus auf prophylaktische Vakzine gegen aufkommende tropische Infektionskrankheiten, die patentierte Plattform-Technologie des Unternehmens und die jüngsten, sehr vielversprechenden Ergebnisse einer klinischen Phase 1 Studie des Lead Products der Firma.“

 

Als maßgeblich für den Erfolg von Themis gilt die firmeneigene Themaxyn-Plattform. Diese bildet die Basis für die Entwicklungspipeline des Unternehmens und verwendet einen Masernimpfstoff als Impfvektor, der am Institut Pasteur in Paris entwickelt wurde. Mit diesem wurden weltweit bereits mehrere hundert Millionen Menschen gegen Masern geimpft. So bietet die Themaxyn-Plattform ein besonderes Sicherheitsprofil und weitere Vorteile durch einen validierten, kostengünstigen Produktionsprozess.

 

Impfstoff gegen Zika-Virus geplant

Dass dieser Vektor auch für andere Indikationen als Masern geeignet ist, zeigen aktuelle Ergebnisse aus einer klinischen Studie der Phase 1. In dieser wurde Themis‘ Leadprodukt, ein Impfstoff gegen Chikungunya-Fieber, getestet. Das Management will nun rasch eine Phase 2-Studie einläuten.

 

Die Erfahrung aus der Entwicklung dieses Impfstoffes will Themis gleichzeitig für ein Programm nutzen, das auf neue Targets ausgerichtet ist. Dazu gehört ein Impfstoff gegen das Zika-Virus, dessen Weiterentwicklung bis zur klinischen Versuchsphase 1 vor kurzem von der britischen Innovationsagentur, Innovate UK, mit einer Mio. GBP unterstützt wurde.

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