EuGH-Urteil zum Fall Daimler/Schrempp

Der EuGH hat in seiner Entscheidung „Geltl“ zum Fall Daimler/Schrempp vom 28. Juni 2012 für die Praxis wichtige Fragen zum Insiderrecht entschieden. Bei gestreckten Sachverhalten war es bislang fraglich, ob kurserhebliche Informationen über Zwischenschritte auch dann ad-hoc gemeldet werden müssen, wenn der Eintritt des Endereignisses noch offen ist. Ferner war es umstritten, welcher Grad der Wahrscheinlichkeit bei künftigen Ereignissen erforderlich ist und ob hierbei auch die Erheblichkeit der möglichen Auswirkungen des Ereignisses auf das Unternehmen zu berücksichtigen ist. Die Unternehmenspraxis wird sich aufgrund der Entscheidung in vielen Fällen auf ein früheres Einsetzen des Insiderhandelsverbots und der Ad-hoc-Pflicht einstellen müssen.

Abstimmungsrichtlinien der Proxy Advisors

Verpasste Mehrheiten bei einer HV sind nicht nur peinlich für die Beteiligten, sie können auch akute und lebenswichtige Maßnahmen verhindern. Dies kam in der Praxis durchaus schon vor. Häufig liegt das Scheitern z.B. in einer mangelhaften Erklärung und einer unterlassenen Abstimmung der Tagesordnung mit den Proxy Advisors oder einer suboptimalen Kommunikation mit den Investoren.

Aktionärstransparenz durch Namensaktien und Auskunftsverlangen

Emittenten von Namensaktien genießen den großen Vorteil, ihre Aktionäre genau zu kennen. Dies beschränkt sich zunächst jedoch vorwiegend auf die inländischen Anleger – im Zeitalter der Globalisierung und Internationalisierung verschwindet ein steigender Anteil ausländischer Investoren...

Die virtuelle Hauptversammlung – Ein Zukunftsmodell?

Die Hauptversammlungssaison 2020 begann zunächst ohne besondere Vorkommnisse. Im Laufe des März sah die Welt dann plötzlich anders aus – die Corona-Pandemie hatte schlagartig sowohl unser Privatleben als auch unseren beruflichen Alltag fest im...

Stabwechsel bei GESCO: Dr. Hans-Gert Mayrose verlässt Konzern Ende 2016

Veränderungen in der Vorstandsriege von GESCO: Nach 16 Jahren wird Dr. Hans-Gert Mayrose seinen Posten im Vorstand aus persönlichen Gründen nicht weiter verlängern, hieß es dem Vernehmen nach – seine Amtszeit läuft noch bis zum 31. Dezember.

Neue Prospektverordnung und ihre Folgen – Änderungen im WpPG

Als europäische Verordnung gelten die Regelungen der ProspektVO unmittelbar, ohne dass ein Umsetzungsakt des nationalen Gesetzgebers erforderlich ist. Zum 21.07.2018 wurde allerdings eine Öffnungsklausel für die Mitgliedstaaten wirksam, die ein Tätigwerden des deutschen Gesetzgebers erfordert.
HV

Wie sieht die HV der Zukunft aus? – Expertenrunde

Eine Hauptversammlung ist ein gesetzliches Organ einer AG, KGaA oder SE. Sie fasst Beschlüsse in allen von Gesetz oder Satzung bestimmten Fällen. Punkt! Oder? Abseits der rein juristisch-funktionalen Betrachtung bietet die Hauptversammlung Aktionären auch...

Stolperfalle Mandatsangaben

Welche Informationen müssen den Aktionären eines Unternehmens zusammen mit der Einladung zu einer Hauptversammlung übermittelt werden? § 125 Aktiengesetz (AktG) regelt das. Dass diese auf den ersten Blick doch relativ klare Norm Stolperfallen birgt, zeigt sich für börsennotierte Gesellschaften spätestens dann, wenn Aufsichtsratswahlen auf der Tagesordnung stehen.

Know your Shareholder

Das ARUG II als nationale Umsetzung der zweiten EU-Aktionärsrechterichtlinie ist Gesetz geworden. Nun sind die Praktiker bei Intermediären, Emittenten und Dienstleistern gefordert, für die gesetzlichen Regelungen eine markttaugliche Lösung voranzutreiben. Von Klaus Schmidt Wesentlich ist...

Wie werden Mitarbeiter und Führungskräfte incentiviert?

Für junge Wachstumsunternehmen ist die Mitarbeiterbeteiligung ein Schlüssel zum Erfolg, denn selten können stattliche Gehälter wie in der etablierten Großindustrie gezahlt werden.