Interessenkonflikte im Aufsichtsrat

Die Vorschriften über Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern werden immer umfangreicher und komplexer. Gerade die jüngsten Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (in Kraft getreten am 15. Mai 2012) haben hier noch einmal einige Verschärfungen gebracht. Im Zuge der Vorbereitung des Geschäftsberichts und im Vorfeld der ordentlichen Hauptversammlung ist es wichtig, dass sich börsennotierte Gesellschaften und insbesondere deren Aufsichtsräte hierzu einen Überblick verschaffen. Das gilt sowohl für die Anteilseignerseite des Aufsichtsrats wie auch – in vermindertem Maße – für die Arbeitnehmerseite.
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Die Rolle der Hauptversammlung bei M&A-Transaktionen

Große M&A-Transaktionen wie zuletzt die geplante Fusion des deutschen Gasekonzerns Linde mit dem US-Wettbewerber Praxair oder die von dem Pharma- und Chemiekonzern Bayer angestrebte 66 Mrd. USD schwere Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto ließen die Rolle der HV im Rahmen von bedeutsamen M&A-Deals wieder in den Fokus rücken.
Dr. Thomas Zwissler, Rechtsanwalt und Partner, Zirngibl Langwieser

Vorschriften für den Stimmrechtsvertreter

Die Benennung eines Stimmrechtsvertreters, den die Aktionäre mit der Wahrnehmung ihrer Stimmrechte in der Hauptversammlung bevollmächtigen können, ist bei den meisten Publikumsaktiengesellschaften Standard. Häufig werden Mitarbeiter der Gesellschaft benannt, teilweise aber auch externe Personen und vielfach auch Geschäftsführer oder Mitarbeiter des HV-Dienstleisters.

Agile Projekte brauchen agile Governance

Agile Softwareentwicklung, Projekte, Methoden – sie haben sich in den vergangenen Jahren aus nachvollziehbaren Gründen verbreitet und etabliert. Die Vorteile der unter dem Attribut „agil“ zusammenfassbaren Frameworks, Vorgehensweisen und Praktiken sind anerkannt – gerade...

Rechtsform und Börseneinführung – welche passt am besten?

Die Aktiengesellschaft (AG) ist und bleibt die bevorzugte Rechtsform unter den Börsenaspiranten. In den letzten zehn Jahren sind es gerade einmal 21 von insgesamt 131 Emittenten gewesen, die eine andere Rechtsform wählten.
Gerichtliche Bestellung von Aufsichtsratsmitgliedern bei der KGaA

Marktsondierungen nach den EU-Marktmissbrauchsregelungen

Die Marktsondierung wird durch die ab 3. Juli 2016 geltenden EU-Marktmissbrauchsregelungen erheblich formalisiert. Die Details sind in Art. 11 EU Marktmissbrauchsverordnung (MAR) und Technischen Standards (TS) geregelt, Guidelines kommen noch hinzu. Ziel der Regelungen ist ein sehr formalisierter Prozess, bei dem die Marktteilnehmer umfassende Prüfungs-, Dokumentations- und Nachsorgeregelungen treffen. Sofern die Regelungen ordnungsgemäß eingehalten werden, gilt die (reine) Offenlegung von Insiderinformationen für Marktsondierungen als normale Geschäftstätigkeit und stellt keinen Verstoß gegen Insiderrecht dar.

Vorsicht (Mitteilungs-)Falle § 20 AktG – auch pflichtvergessene Alleinaktionäre leben gefährlich

Bei börsennotierten Aktiengesellschaften sind die Verletzung der Stimmrechtsmitteilungspflichten der §§ 21ff. WpHG ebenso wie ein Verstoß gegen die sich aus § 35 Abs.1 und 2 WpÜG ergebenden Verpflichtungen zur Bekanntgabe eines Kontrollerwerbs und Unterbreitung eines Übernahmeangebots durch einen (temporären) Verlust der Rechte aus den betroffenen Aktien sanktioniert (§ 28 WpHG bzw. § 59 WpÜG).

„Der Scrip Dividend kann eine erfolgreiche Zukunft prognostiziert werden“

Immer mehr Unternehmen stellen ihre Aktionäre vor die Wahl, die Dividende in bar oder in Form von Aktien zu erhalten. So sind sie in der Lage, die Anteilseigner am Erfolg des Unternehmens zu beteiligen und – bei Wahl der Aktien – gleichzeitig ihre Liquidität zu schonen.

Verkäuferfreundliche M&A-Verträge

Der deutsche M&A-Markt befindet sich derzeit auf einem stabilen Niveau. Vor allem bei großen M&A-Transaktionen dominieren kompetitive Bieterverfahren, wie zuletzt etwa beim Verkauf der EEW-Gruppe durch EQT.

Neue Vergütungsregeln für Institute

Die BaFin hat im Dezember 2020 zur Version 4.0 der Institutsvergütungsverordnung (IVV) konsultiert. Die darin enthaltenen Änderungen sind Reformen auf europäischer Ebene geschuldet (sog. „EU-Bankenpaket“) und sollen dazu beitragen, Risiken des Finanzsektors zu vermeiden....