Gerichtliche Bestellung von Aufsichtsratsmitgliedern bei der KGaA

Marktsondierungen nach den EU-Marktmissbrauchsregelungen

Die Marktsondierung wird durch die ab 3. Juli 2016 geltenden EU-Marktmissbrauchsregelungen erheblich formalisiert. Die Details sind in Art. 11 EU Marktmissbrauchsverordnung (MAR) und Technischen Standards (TS) geregelt, Guidelines kommen noch hinzu. Ziel der Regelungen ist ein sehr formalisierter Prozess, bei dem die Marktteilnehmer umfassende Prüfungs-, Dokumentations- und Nachsorgeregelungen treffen. Sofern die Regelungen ordnungsgemäß eingehalten werden, gilt die (reine) Offenlegung von Insiderinformationen für Marktsondierungen als normale Geschäftstätigkeit und stellt keinen Verstoß gegen Insiderrecht dar.

Neue Prospektverordnung und ihre Folgen – Änderungen im WpPG

Als europäische Verordnung gelten die Regelungen der ProspektVO unmittelbar, ohne dass ein Umsetzungsakt des nationalen Gesetzgebers erforderlich ist. Zum 21.07.2018 wurde allerdings eine Öffnungsklausel für die Mitgliedstaaten wirksam, die ein Tätigwerden des deutschen Gesetzgebers erfordert.
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Neue Schwellenwerte für Directors’ Dealings  

Eigengeschäfte von Führungskräften sowie in enger Beziehung zu ihnen stehenden Personen, besser bekannt als Directors’ Dealings bzw. neuerdings Managers’ Transactions, sind gemäß der Marktmissbrauchsverordnung...

Führungs- und Aufsichtssysteme der „SE“

Die Europäische Gesellschaft (SE-Societas Europaea) ist nach einem beinahe fünfzigjährigen Verhandlungsmarathon in der Europäischen Union endlich etabliert. Zahlreiche namhafte Unternehmen, wie die Allianz SE, die BASF SE und die Porsche Automobil Holding SE, haben diese Rechtsform bereits gewählt.
Dr. Thomas Zwissler, Rechtsanwalt und Partner, Zirngibl Langwieser

Vorschriften für den Stimmrechtsvertreter

Die Benennung eines Stimmrechtsvertreters, den die Aktionäre mit der Wahrnehmung ihrer Stimmrechte in der Hauptversammlung bevollmächtigen können, ist bei den meisten Publikumsaktiengesellschaften Standard. Häufig werden Mitarbeiter der Gesellschaft benannt, teilweise aber auch externe Personen und vielfach auch Geschäftsführer oder Mitarbeiter des HV-Dienstleisters.

Aktivistische Aktionäre: aktiver als je zuvor

thyssenkrupp, Uniper, STADA, OHB – nur wenige Beispiele von deutschen Unternehmen, die in der jüngeren Vergangenheit in das Visier aktivistischer Aktionäre gerieten. Die Einfallstore, die die Aktivisten an Rhein und Ruhr, Nidda und Weser fanden, mögen unterschiedlich sein – belegen aber sämtlich die Qualität und Präsenz aktivistischer Kampagnen in Deutschland.

EuGH-Urteil zum Fall Daimler/Schrempp

Der EuGH hat in seiner Entscheidung „Geltl“ zum Fall Daimler/Schrempp vom 28. Juni 2012 für die Praxis wichtige Fragen zum Insiderrecht entschieden. Bei gestreckten Sachverhalten war es bislang fraglich, ob kurserhebliche Informationen über Zwischenschritte auch dann ad-hoc gemeldet werden müssen, wenn der Eintritt des Endereignisses noch offen ist. Ferner war es umstritten, welcher Grad der Wahrscheinlichkeit bei künftigen Ereignissen erforderlich ist und ob hierbei auch die Erheblichkeit der möglichen Auswirkungen des Ereignisses auf das Unternehmen zu berücksichtigen ist. Die Unternehmenspraxis wird sich aufgrund der Entscheidung in vielen Fällen auf ein früheres Einsetzen des Insiderhandelsverbots und der Ad-hoc-Pflicht einstellen müssen.

Standpunkt: Die Politik darf das Pflänzchen Aktienkultur nicht zertrampeln

Jüngste Statistiken etwa vom Deutschen Aktieninstitut (DAI) nähren die Zuversicht, dass sich wieder größere Teile der Bevölkerung für die Investition in den Aktienmarkt interessieren,...

Aktien als Akquisitionswährung

  Der Zugang zu Akquisitionsfinanzierungen gestaltet sich als Folge der Finanzkrise gerade für mittelständische Unternehmen weiterhin schwierig. Trotz einer Börsennotierung ist vielfach auch der Zugang...
Gesetz, Law, Legal, Juristerei, fotolia

Neue Prospektverordnung

Ein wichtiger Baustein der bis Ende 2019 geplanten sogenannten europäischen Kapitalmarktunion, durch die Beschäftigung und Wachstum in der EU gefördert werden sollen, ist die umfassende Überarbeitung des europäischen Prospektrechts.

 

 

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