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Der verschmelzungsrechtliche Squeeze-out

Der Gesetzgeber hat mit dem verschmelzungsrechtlichen Squeeze-out nach § 62 UmwG die Möglichkeit geschaffen, die Minderheitsaktionäre bei einer konzerninternen Verschmelzung auszuschließen. Eine Beteiligung von 90% reicht hierzu aus. Die ersten Squeeze-outs nach dem UmwG zeigen allerdings Schwächen und Ungereimtheiten der gesetzlichen Regelung auf. Insbesondere wird deutlich, dass besonderes Augenmerk auf die Dokumentation der Verschmelzung und die zeitliche Planung zu legen ist.

Achterbahnfahrt des Wirecard-Kurses

Die im DAX notierte Wirecard-Aktie hat jüngst massive Kursverluste erlitten. Bis zu 10 Mrd. EUR Marktkapitalisierung gingen verloren. Der Handel mit Wirecard-Aktien wurde zweitweise scheinbar sogar ausgesetzt. Auslöser waren drei kurz aufeinanderfolgende Artikel der...

Interessenkonflikte im Aufsichtsrat

Die Vorschriften über Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern werden immer umfangreicher und komplexer. Gerade die jüngsten Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (in Kraft getreten am 15. Mai 2012) haben hier noch einmal einige Verschärfungen gebracht. Im Zuge der Vorbereitung des Geschäftsberichts und im Vorfeld der ordentlichen Hauptversammlung ist es wichtig, dass sich börsennotierte Gesellschaften und insbesondere deren Aufsichtsräte hierzu einen Überblick verschaffen. Das gilt sowohl für die Anteilseignerseite des Aufsichtsrats wie auch – in vermindertem Maße – für die Arbeitnehmerseite.
Dr. Thomas Zwissler, Rechtsanwalt und Partner, Zirngibl Langwieser

Vorschriften für den Stimmrechtsvertreter

Die Benennung eines Stimmrechtsvertreters, den die Aktionäre mit der Wahrnehmung ihrer Stimmrechte in der Hauptversammlung bevollmächtigen können, ist bei den meisten Publikumsaktiengesellschaften Standard. Häufig werden Mitarbeiter der Gesellschaft benannt, teilweise aber auch externe Personen und vielfach auch Geschäftsführer oder Mitarbeiter des HV-Dienstleisters.

Führungs- und Aufsichtssysteme der „SE“

Die Europäische Gesellschaft (SE-Societas Europaea) ist nach einem beinahe fünfzigjährigen Verhandlungsmarathon in der Europäischen Union endlich etabliert. Zahlreiche namhafte Unternehmen, wie die Allianz SE, die BASF SE und die Porsche Automobil Holding SE, haben diese Rechtsform bereits gewählt.
Gerichtliche Bestellung von Aufsichtsratsmitgliedern bei der KGaA

Marktsondierungen nach den EU-Marktmissbrauchsregelungen

Die Marktsondierung wird durch die ab 3. Juli 2016 geltenden EU-Marktmissbrauchsregelungen erheblich formalisiert. Die Details sind in Art. 11 EU Marktmissbrauchsverordnung (MAR) und Technischen Standards (TS) geregelt, Guidelines kommen noch hinzu. Ziel der Regelungen ist ein sehr formalisierter Prozess, bei dem die Marktteilnehmer umfassende Prüfungs-, Dokumentations- und Nachsorgeregelungen treffen. Sofern die Regelungen ordnungsgemäß eingehalten werden, gilt die (reine) Offenlegung von Insiderinformationen für Marktsondierungen als normale Geschäftstätigkeit und stellt keinen Verstoß gegen Insiderrecht dar.

Lakestar-Gründer Klaus Hommels bringt SPAC in Frankfurt an die Börse

Der SPAC-Trend aus den USA ist offiziell in Deutschland angekommen: Klaus Hommels, Gründer der Venture Capital-Gesellschaft Lakestar, bringt mit der Lakestar SPAC1 die erste Mantelgesellschaft hierzulande an die Börse. Schon vom kommenden Montag an...

EuGH-Urteil zum Fall Daimler/Schrempp

Der EuGH hat in seiner Entscheidung „Geltl“ zum Fall Daimler/Schrempp vom 28. Juni 2012 für die Praxis wichtige Fragen zum Insiderrecht entschieden. Bei gestreckten Sachverhalten war es bislang fraglich, ob kurserhebliche Informationen über Zwischenschritte auch dann ad-hoc gemeldet werden müssen, wenn der Eintritt des Endereignisses noch offen ist. Ferner war es umstritten, welcher Grad der Wahrscheinlichkeit bei künftigen Ereignissen erforderlich ist und ob hierbei auch die Erheblichkeit der möglichen Auswirkungen des Ereignisses auf das Unternehmen zu berücksichtigen ist. Die Unternehmenspraxis wird sich aufgrund der Entscheidung in vielen Fällen auf ein früheres Einsetzen des Insiderhandelsverbots und der Ad-hoc-Pflicht einstellen müssen.

Aktien als Akquisitionswährung

  Der Zugang zu Akquisitionsfinanzierungen gestaltet sich als Folge der Finanzkrise gerade für mittelständische Unternehmen weiterhin schwierig. Trotz einer Börsennotierung ist vielfach auch der Zugang zu Eigenkapital zu attraktiven Konditionen nicht möglich. In einem solchen...

Neue Prospektverordnung und ihre Folgen – Änderungen im WpPG

Als europäische Verordnung gelten die Regelungen der ProspektVO unmittelbar, ohne dass ein Umsetzungsakt des nationalen Gesetzgebers erforderlich ist. Zum 21.07.2018 wurde allerdings eine Öffnungsklausel für die Mitgliedstaaten wirksam, die ein Tätigwerden des deutschen Gesetzgebers erfordert.

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