Eine aktuelle Studie des Deutschen Aktieninstituts gemeinsam mit der hkp group zeigt, dass Mitarbeiteraktienprogramme zu deutlichen Renditevorteilen für Mitarbeiter und Gesellschaft führen können. Mithilfe des Rendite-Dreiecks können Unternehmen ihren Mitarbeitern die Vorteile vom Mitarbeiteraktien veranschaulichen.

Unternehmen, die bislang noch keine Aktienbeteiligungen haben, können simulieren, welche Rendite die Mitarbeiter erwirtschaftet hätten. „Das Rendite-Dreieck Mitarbeiteraktien zeigt, welche Erträge Arbeitnehmer mit Mitarbeiteraktienprogrammen des eigenen Unternehmens erzielen können. Es bietet damit hervorragende Argumente für eine Kapitalbeteiligung“, erklärt Dr. Christine Bortenlänger, Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts. „Unser Ziel ist es, Mitarbeiteraktien aus dem Nischendasein, das sie in Deutschland führen, herauszuholen,“ so Bortenlänger weiter.

Quelle: Deutsches Aktieninstitut, hkp group
Quelle: Deutsches Aktieninstitut, hkp group

In der Studie wird in einem ersten Schritt die Nachsteuerrendite eines fiktiven Mitarbeiteraktienprogramms aller DAX-Unternehmen als Benchmark berechnet – zunächst ohne Förderung durch Unternehmen und ohne Einbeziehung des steuerlichen Freibetrags. Unter Hinzunahme der von den Unternehmen gewährten Rabatte bzw. Gratisaktien und des steuerlichen Freibetrags verdoppelt sich die Wertentwicklung von Mitarbeiteraktienprogrammen bei einem zehnjährigen Anlagezeitraum von insgesamt 34%  auf rund 70%.

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Bei der konkreten Berechnung der Renditen einzelner Unternehmen zeigt sich, dass vier von fünf der Unternehmen aus dem DAX, MDAX und SDAX bei ihren Mitarbeiteraktienprogrammen eine Wertsteigerung von insgesamt mehr als 50%  nach Steuern erzielen konnten. Nur bei 5% der untersuchten Unternehmen kam es in dem Zeitraum überhaupt zu Verlusten.
Auch der Renditeeffekt der staatlichen Förderung lässt sich im Rahmen des Rendite-Dreiecks Mitarbeiteraktien simulieren. „Der steuer- und abgabenfreien Betrag von derzeit 360 EUR muss dringend auf 1.000 EUR pro Jahr erhöht werden. Nur dann lohnt es sich für die Unternehmen, ihre Mitarbeiteraktienprogramme durch größere Rabatte oder mehr Gratisaktien noch attraktiver zu gestalten. Bei geringeren Freibeträgen frisst ansonsten die Steuer dieses Arbeitgebergeschenk auf“, betont Michael H. Kramarsch, Gründer, Delegierter des Verwaltungsrats und Managing Partner der hkp group.  Zum Vergleich mit anderen Nachbarländern würde der Förderbetrag von 1.000 EUR immer noch weit hinten liegen – in Österreich liegt dieser zum Beispiel bei 4.500 EUR.

„Neben der Erhöhung der Freibeträge muss der Staat für weniger Bürokratie bei Mitarbeiteraktienprogrammen sorgen. Vor allem aber müssen die steuerlichen Rahmenbedingungen für Aktien, die derzeit auf Unternehmens- und Anlegerebene uneingeschränkt besteuert werden, attraktiver ausgestaltet werden“, fordert Bortenlänger.

Die vollständige Studie steht hier zum Download bereit. Zum Rendite-Dreieck-Mitarbeiteraktien geht’s hier

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