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Die Vivoryon Therapeutics AG (Euronext Amsterdam: VVY, ISIN DE0007921835) ist eine Forschungskooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) eingegangen. In diesem Zusammenhang hat das Unternehmen Patente vom Institut für einen Meprin-Proteaseinhibitor und eine Testplattform erworben. Unter der Leitung von PD Dr. Stephan Schilling wird die Abteilung für Wirkstoffbiochemie und Therapieentwicklung mit Vivoryon zusammenarbeiten, um niedermolekulare Meprin-Inhibitoren zu entwickeln.

Vivoryon: Kooperation soll Krankheitsursachen bekämpfen

Die Zusammenarbeit soll Vivoryons Expertise bei der Umsetzung der Grundlagenforschung in marktfähige niedermolekulare Therapeutika mit dem Fokus der Abteilung auf die Entdeckung und Entwicklung neuer Therapeutika kombinieren, die auf mutmaßlich pathologische posttranslationale Modifikationen abzielen.

Die metallabhängigen Proteasen Meprin Alpha und Meprin Beta sind neue therapeutische Ziele zum Schutz der Nieren, sowie für fibrotische Erkrankungen, Krebs und Alzheimer. Eine erhöhte Meprin-Expression und deren falsche Lokalisation wurde mit Gewebeschäden und Kollagenablagerung bei Fibrose in Verbindung gebracht, was zum Verlust der Organfunktion führen kann. Auf Meprin gerichtete Proteaseinhibitoren könnten daher nicht nur auf die Behandlung der Symptome abzielen, sondern auch eine Reihe von Krankheiten ursächlich behandeln, darunter akute und chronische Nierenerkrankungen und multiple Organfibrose.

Dr. Michael Schaeffer, CBO bei Vivoryon, erklärte: „Die vom Fraunhofer IZI erworbenen Patente erweitern unser derzeitiges Portfolio an Arzneimittelentwicklungen und versetzen uns in eine führende Position, um das volle Potenzial von Meprin-Proteasehemmern auszuschöpfen.“ Durch die Zusammenarbeit mit Dr. Schilling und seinem Team werde man  Meprin-Inhibitoren sehr schnell in Richtung klinischer Tests bei Indikationen wie fibrotischen Erkrankungen oder Krebs weiterentwickeln, so Schaeffer.

PD Dr. Stephan Schilling, Leiter der Abteilung Protein- und Wirkstoffbiochemie am Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie, fügte hinzu: „Da die Rollen und Funktionen von Meprin Alpha und Beta durch die Forschung immer deutlicher werden, ist klar, dass diese Metalloproteasen interessante neue Ziele darstellen, die zu Therapeutika für eine Vielzahl von Indikationen entwickelt werden könnten.“ Man freue sich, dass mit dieser Zusammenarbeit die Forschung des Instituts von einem erfahrenen Arzneimittelentwicklungsunternehmen in klinische Programme umgesetzt werde

Über den Autor

Holger Garbs ist seit 2008 als freier Redakteur für die GoingPublic Media AG tätig. Er schreibt für die Plattform LifeSciences und das VentureCapital Magazin.