Sechs Produktkandidaten sind Bestandteil der jüngsten Vereinbarung zwischen dem französischen Biotechnologie-Unternehmen Cellectis und dem ebenfalls in Frankreich ansässigen Pharma-Unternehmen Servier. Große Hoffnungen setzt Jean Pierre Abastado, Leiter des Servier Onkologie Innovations-Zentrums, auf die zellbasierten Therapien von Cellectis, die Serviers Onkologie-Pipeline sinnvoll ergänzen. Aktuell besitzt Servier diverse monoklonale Antikörper, Hemmstoffe für wichtige Enzyme, Stoffe die eine Blutgefäßneubildung um Krebszellen hemmen und chemische Verbindungen die an der Apoptose, dem programmierten Zelltod, beteiligt sind.

Im Rahmen der Vereinbarung wird Cellectis für Forschung und Entwicklung potenzieller Produktkandidaten bis zum Ende der Phase I verantwortlich sein. Servier entscheidet über den Erwerb einer weltweiten Exklusivlizenz für die entwickelten Produkte, die Teil dieser Vereinbarung sind. Übt Servier diese Option aus, ist es für die weitere klinische Entwicklung, die Zulassung und die anschließende Vermarktung der selektierten Produkte zuständig.

Die Kooperation sieht eine Vorauszahlung in Höhe von 7,3 Mio. EUR vor. Für jeden erfolgreichen Entwicklungskandidaten können weitere 102 Mio. EUR zusätzlich fällig werden, sofern Servier sich für die exklusive Lizenzierung entschließt. Die finanziellen Mittel sind an diverse Meilensteine in der Entwicklungs- und Vermarktungsphase gekoppelt. Darüber werden nach erfolgreicher Kommerzialisierung von Wirkstoffen Umsatzbeteiligung fällig.

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