Mit Rückenwind kann die InfanDx AG in die kommende Finanzierungsrunde gehen. Als Investor konnte die Arnika Beteiligungen GmbH aus Poing bei München noch vor Beginn der eigentlichen B-Runde gewonnen werden, wie das Unternehmen mitteilte. Sie wird sich mit einem „ordentlichen sechsstelligen Betrag“ an dem jungen Unternehmen beteiligen.

Serie B-Finanzierungsrunde im Herbst 2017

Besonders erfreulich für InfanDx: Beide Ankerinvestoren, die Arnika Beteiligungen GmbH sowie die LSI Pre-Seed-Fonds GmbH, haben bereits ihre Bereitschaft signalisiert haben, sich an der kommenden Finanzierungsrunde zu beteiligen.

Die InfanDx AG entwickelt diagnostische Produkte auf Basis von Biomarkern, die durch metabolomische Analyse gewonnen wurden. Ein erstes Entwicklungsprodukt ist ein Test zur Früherkennung von perinataler Asphyxie und einer daraus resultierender Gehirnschädigung bei Neugeborenen. Darüber hinaus hält InfanDx weitere Patentanmeldungen für mögliche Folgeprodukte.

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Das Unternehmen arbeitet bis Juli 2017 am Life Science Inkubator in Bonn. In dieser mit über zwei Mio. EUR vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten F&E-Projekt konnte das InfanDx zwei klinische Forschungsstudien und die Entwicklung eines miniaturisierten Testsystems vorantreiben.

Test soll Hirnschäden bei Neugeborenen diagnostizieren

Der zum Einsatz in Geburtskliniken entwickelte Test soll bei Neugeborenen eine frühe und sichere Diagnose einer durch einen Sauerstoffmangel (Asphyxie) ausgelösten Gehirnschädigung ermöglichen. Weltweit kommt es jährlich bei mehr als einer Mio. Neugeborenen zu dieser sogenannten neonatalen Enzephalopathie, die meist mit lebenslangen und teilweise schwersten Einschränkungen verbunden ist. Der InfanDx-Test soll dem Neonatologen erstmals die Möglichkeit einer gezielten Kältebehandlung bieten , mit der nachgewiesenermaßen viele, häufig sogar alle Folgeschäden einer Asphyxie vermieden werden können.

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