Vergebens warten Investoren seit einigen Jahren auf die lang ersehnte Zinswende, die schon allzu oft angekündigt wurde. Vollzogen wurde sie im Euroraum allerdings noch nicht – Grund genug für die Börse Düsseldorf und deren Makler sowie Market Maker  die „Zinswende“ zum Börsen-Unwort des Jahres 2015 zu küren.

Hohe Zinsen sucht man im derzeitigen Marktumfeld vergeblich: Bundesanleihen sind hierzulande sogar mit Minuszinsen ausgestattet. „Selbst, wenn nach Minuszinsen mal wieder ein moderater Guthabenzins erzielbar sein sollte, so sind wirklich hohe Zinsen auf lange Zeit nicht in Sicht. Wie auch? Ohne Wende entfernt sich das Boot immer weiter in dieselbe Richtung und Wenden ohne Schwung funktionieren nicht“, erklärt Dirk Elberskirch, Vorsitzender des Vorstands der Börse Düsseldorf.

Das Börsen-Unwort des Jahres wird von der Börse Düsseldorf in Anlehnung an die 1991 ins Leben gerufene sprachkritische Aktion des Frankfurter Germanisten Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser seit 2001 ermittelt.

Börsen-Unwörter der vergangenen Jahre waren:

  • 2014: „Guthabengebühr“
  • 2013: „Billiges Geld“
  • 2012: „Freiwilliger Schuldenschnitt“
  • 2011: „Euro-Gipfel“
  • 2010: „Euro-Rettungsschirm“
  • 2009: „Bad Bank“
  • 2008: „Leerverkauf“
  • 2007: „Subprime“
  • 2006: „Börsen-Guru“
  • 2005: „Heuschrecken“
  • 2004: „Seitwärtsbewegung“
  • 2003: „Bester Preis“
  • 2002: „Enronitis“
  • 2001: „Gewinnwarnung“

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