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Der Anteil von internationalen institutionellen Anlegern im DAX steigt wieder gegenüber demVorjahr an: Nachdem in 2018 aktive US-Investoren im Leitindex zugekauft haben, erhöhen in 2019 vorrangig ETF-Portfolios aus den USA ihren Anteil; deutsche Investoren ziehen sich weiter zurück, wohingegen Anleger aus UK trotz Brexit-Diskussion an den DAX glauben.

Bereits zum siebten Mal haben der DIRK – Deutscher Investor Relations Verband und IHS Markit (ehemals Ipreo), das global führende Investor Relations (IR) Beratungs- und Technologieunternehmen, in einer gemeinsamen Marktstudie die Strukturveränderungen der Investorenlandschaft des DAX analysiert. Das Hauptaugenmerk der Studie lag sowohl auf der Verteilung, als auch speziell auf den Veränderungen und Mittelflüssen des institutionellen Streubesitzes der DAX-Emittenten hinsichtlich Geografie, Investment Stil sowie den meist genutzten Handelsplätzen. Hierbei wurden Investments auf Investorengruppenebene, von Staatsfonds sowie die Bedeutung von extra-finanziellen Kriterien und das Abstimmverhalten von Investoren näher untersucht.

Die siebte Ausgabe der Studie kam zu folgenden Haupterkenntnissen:

  • Der institutionelle Streubesitz steigt auf ca. 61% der Marktkapitalisierung des DAX.
  • Institutionelle Vermögensverwalter steigern ihr Engagement im Leitindex um 1,1 Prozentpunkte, nachdem diese Gruppe in 2018 eine Reduktion um 1,6 Prozentpunkte aufwies.
  • Der Anteil der amerikanischen Investoren steigt um 1,3 Prozentpunkte auf 36.0% des institutionellen Streubesitzes im DAX an, speziell passive Fonds erhöhen ihr Investment.
  • Privatanleger sind weiterhin stark im DAX vertreten und halten im Durchschnitt ca. 17%.
  • Passive Investments kaufen weiter zu und folgen damit den globalen ansteigenden Trends.
  • BlackRock-Gruppe bleibt größter Investor der Deutschland AG mit einem gestiegenen Anteil (+0,9pp). Die Gruppe verzeichnet Zuwächse bei ETFs und ESG-fokussierten Portfolios.
  • London bleibt trotz Brexit-Debatte und verringertem DAX-Anteil das Top-Roadshowziel für DAX-Gesellschaften.
  • Der Megatrend ESG-Integration bei Investmententscheidungen setzt sich auch in 2019 fort.
  • Anleger vertrauen häufiger auf ihre eigenen Abstimmrichtlinien und werden kritischer gegenüber deutschen Gesellschaften.
  • Starke Zunahme des Anteils des Aktienhandels der Deutsche Börse, die Bedeutung von außerbörslichen Handelsplätzen verringert sich.

Kay Bommer, Geschäftsführer des DIRK, meint zu den Ergebnissen: „Der DAX steht zunehmend im Fokus internationaler Investoren. Das erhöhte Interesse von amerikanischen Anlegern bei gleichzeitigem Weggang heimischer Investoren spiegelt die Beliebtheit deutscher Gesellschaften im Ausland wider. Aber auch die hohe Bedeutung extra-finanzieller Investmentkriterien und das gestiegene Vertrauen auf eigene Abstimmrichtlinien sind Themen, denen wir uns als Verband verstärkt widmen wollen“.

Quelle: IHS Markit

Frederik Frank, Director Research & Analysis bei IHS Markit, erläutert die Entwicklung: „Der Anstieg des ETF-Anteils im DAX geht mit einem Zukauf amerikanischer Investoren einher, da in den USA die weltweit größten Indexfonds ihren Hauptsitz haben, welche ebenfalls den größten Anteil der ETFs am weltweiten Gesamtmarkt ausmachen.“ „Angesichts der Aktienkurssteigerungen im Leitindex in 2019 verwundert es nicht, dass einige aktive Fondsmanager ihren Anteil am DAX angepasst und Gewinne realisiert haben“, so Frank weiter.

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