Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „The Value of Corporate Culture“. Dafür befragten Forscher der Universität Booth School of Business University of Chicago, sowie des Einaudi Institute for Economics and Finances und der Kellogg School of Management Mitarbeiter von 1.000 öffentlichen und privaten Unternehmen über einen Zeitraum von vier Jahren. Ziel der Studie war, die Häufigkeit und die Wichtigkeit der Unternehmenswerte mit kurz- und langfristigen Leistungsindikatoren der Mitarbeiter in Beziehung zu bringen.

Die Forscher stellten fest, dass diejenigen Unternehmen höhere Gewinne und weitere Indikatoren für starke Leistung aufwiesen, die laut Mitarbeitern auch im Unternehmen Wert auf die öffentlich angepriesene Unternehmensethik legten und nicht unbedingt diejenigen, die nur nach außen hin ihre Unternehmensethik anpreisen. „Wir haben herausgefunden, dass eine hohe empfundene Integrität positiv mit hoher Produktivität, höherer Rentabilität, besseren industriellen Beziehungen und höherer Attraktivität für künftige Bewerber korreliert“, erklärt Professor Luigi Zingales von der Chicago Booth Universität.

Die Ergebnisse der Studie führten auch zutage, dass börsennotierte Unternehmen im Vergleich zu nicht börsennotierten weniger gut in der Lage waren, ihre Integrität zu wahren. Das weise laut Zingales darauf hin, dass börsennotierte Unternehmen dazu tendierten, kurzfristig nur im geringen Maße in ihr Integritätskapital zu investieren. Negative Auswirkungen auf das Integritätsniveau habe außerdem die Präsenz eines großen Aktionärs mit mindestens 5% Aktienbesitz. Übermäßige Konzentration auf das Maximieren des Aktionärswertes untergrabe, so Zingales, die Fähigkeit eines Unternehmens, das Integrationskapital zu erhalten.

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