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Zwei Ex-Yahoo-Angestellte, 32 Entwickler, ein Büro ohne Namensschild im Silicon Valley und eine fünfjährige Erfolgsgeschichte markieren den Weg der Smartphone-Nachrichten-Applikation What’s App. Nachdem Gründer Jan Koum und Brian Acton, finanziell unterstützt durch Risikokapitalgeber Sequioa, mit Ihrem Unternehmen alle Wachstumsrekorde brachen, an die Facebook nicht heran kam – die Nutzer-Zahlen wuchsen fast dreimal so schnell wie seinerzeit bei Facebook und liegen inzwischen bei 450 Mio. Dienstnutzern, allein 30 Mio. davon in Deutschland – bildet die Übernahme durch Mark Zuckerberg für stolze 19 Mrd. USD den vorläufigen Höhepunkt des Schnellaufsteigers.

Ganz nebenbei werden die beiden Gründerväter –  Koum hält nach Schätzungen von Forbes rund 45% der Aktien, Acton über 20% – nun zu Multi-Milliardären und das Silicon Valley um einen Traum-Exit reicher. Für das größte soziale Netzwerk mit dem weißen F auf blauem Hintergrund dürfte diese Übernahme jedoch vor allem eines bezeugen: fehlende Innovationskraft.

Und was macht man als milliardenschwerer, an der US-Börse notierter Tech-Konzern, wenn die User plötzlich älter werden oder das Unternehmen in eine Sättigungsphase gerät? Man kauft sich eine Frischzellenkur und blättert den Großteil des Kaufpreises in Aktienpaketen hin. Denn möglicherweise war gerade das komplett gegensätzliche Geschäftsmodell von What’s App sein Geheimnis zum Erfolg: Null Marketingkosten und „Keine Anzeigen! Keine Spiele! Keine Gimmicks!“ Diese Formel soll noch heute als Notizzettel am Schreibtisch von Koum kleben. Seine Erfolgsformel.

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