Die Woche endet mit einer spektakulären Übernahme: Das Handy-Geschäft des finnischen Mobilfunkkonzerns Nokia wird ab sofort von Microsoft bewerkstelligt. Bereits im September wurde der Verkauf der Gerätesparte für 3,8 Mrd. EUR an den amerikanischen Konzern-Riesen vereinbart und es werden zusätzlich noch 1,6 Mrd. USD für Patente gezahlt – laut Nokia könne der Preis sogar noch etwas höher liegen. Den Netzwerkausrüster NSN und die digitalen Karten behält Nokia vorerst.

Mit dem Kauf verfolge Microsoft vor allem das Ziel, sein mobiles Geschäft zu stärken. „Die Fähigkeiten im mobilen Bereich, die Nokia einbringt, werden unseren Wandel vorantreiben“, erklärte Microsoft-Chef Satya Nadella am Sitz in Redmond. Der finnische Konzern hat in dieser Hinsicht dringend Nachholbedarf gegenüber Konkurrenten wie Apple mit dem iPhone und Google mit dem Android-System.

Die Lumia-Smartphones von Nokia laufen heute schon mit dem Betriebssystem Windows Phone von Microsoft, so dass die Übernahme bereits in der Luft lag.

Auch personell stehen Änderungen an:  Der vormalige Nokia-Chef Stephen Elop wechselt mit der Gerätesparte zu Microsoft, um dort den Bereich weiterzuführen, zu der die Spielekonsole Xbox und die Surface-Tablets gehören.

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