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Die VW-Tochter Traton soll nun tatsächlich wie geplant in zwei Wochen an der Frankfurter Börse starten. Traton hatte ihren geplanten Börsengang zuletzt mehrfach aufgrund des Marktumfeldes verschoben, diesmal soll es mit einem etwas kleineren Angebot klappen.

Der letzte Aufschub hatte einige Börsenexperten enttäuscht, besonders da schon länger über eine stärkere Trennung der beiden Geschäftsbereiche Pkw und Nutzfahrzeuge – die relativ wenig miteinander zu tun haben – diskutiert wurde.

Die Aktien sollen nun nicht nur in Frankfurt an die Börse kommen, sondern auch in Stockholm, wo die schwedische Marke Scania sitzt, die einen großen Teil von Traton ausmacht.

VW bewertet die LKW-Sparte mit bis zu 16,5 Mrd. EUR, rund 9 Mrd. niedriger als zuvor bei Beobachtern spekuliert wurde. Die Bookbuilding-Spanne liegt bei 27 bis 33 EUR pro Aktie. Die Papiere sollen zwischen dem 17. und 27. Juni angeboten werden; als erster Handelstag ist der 28 Juni geplant.

„Der Börsengang hat das klare Ziel, Mehrwert für unsere Stakeholder zu schaffen“, so VW-Finanzvorstand Frank Witter.

Das Basisangebot umfasst 50 Mio. Aktien aus dem Bestand der Volkswagen AG. Durch das Ausnutzen der Greenshoe-Option können weitere 7,5 Mio. Stückaktien platziert werden. Vom Zuteilungspreis abhängig kann das Familienunternehmen damit bis zu 1,9 Mrd. EUR einstreichen, was deutlich unter den ursprünglich angepeilten 5 bis 6 Mrd. EUR liegt. Allerdings gibt VW auch weniger Anteile ab: Der Streubesitz betrüge dann zwischen 10 und 11,5% des ausgegebenen Kapitals von Traton – ursprünglich waren offenbar 20-25% geplant.

Das Tochterunternehmen erzielte 2018 einen Umsatz in Höhe von 25,9 Mrd. EUR und das um Sondereffekte bereinigte EBITDA lag bei 1,7 Mrd. EUR, wobei Scania den größten Teil beisteuerte.

Die VW-Aktie verzeichnet aktuell leichte Verluste und steht bei 141,08 EUR.