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In den ersten drei Quartalen 2013 gingen in Deutschland insgesamt sechs Unternehmen an die Börse- vier davon „waren IPOs im engeren Sinne, die ein Gesamtemissionsvolumen von 3,25 Mrd. USD bzw. 2,46 Mrd. EUR aufwiesen“, so Ernst & Young. Gemessen am Emissionsvolumen ist 2013 damit das stärkste IPO-Jahr seit 2007. Damit nimmt Deutschland in Europa eine führende Stellung hinsichtlich der Börsengänge ein. Mit Kion, LEG und Deutsche Annington fanden gleich drei der zehn größten Börsengänge Europas hierzulande statt.

„Der deutsche Kapitalmarkt mausert sich zum – neben Großbritannien – führenden Standort für Börsengänge in Europa. Im Ausland stößt die insgesamt gute Performance des deutschen IPO-Marktes mit seinen großen Transaktionen auf positive Resonanz. Das Ansehen und die Attraktivität Deutschlands als Kapitalmarktstandort ist in den vergangen Monaten gestiegen“, erklärt Martin Steinbach, Leiter des Bereichs IPO and Listing Services bei EY

Die Zahl der weltweiten IPOs hingegen ist leicht rückläufig. Seit Beginn des Jahres bis heute wagten 529 Unternehmen den Schritt aufs Parkett – im Vorjahreszeitraum waren es noch 637. Auch das Gesamtemissionsvolumen lag mit 88 Mrd. USD leicht unter dem Vorjahresniveau von 91 Mrd. USD.

Trotzdem seien die Bedingungen für Börsengänge so gut wie schon lange nicht, betont Steinbach: „Hohe Bewertungsniveaus, niedrige Volatilität, ein zunehmendes Investoreninteresse, deutlich verbesserte konjunkturelle Aussichten“.  Ob es aber noch weitere größere Börsengänge in Deutschland gebe und es tatsächlich zu den zu Jahresbeginn erwarteten zehn Neuzugängen hierzulande komme, sei noch unklar, so Steinbach. „Gut möglich, dass sich in den kommenden Wochen noch einige IPO-Kandidaten aus der Deckung wagen.“