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Bereits seit einigen Wochen kursieren Spekulationen um einen möglichen Börsengang der Sixt-Tochter Sixt Leasing – jetzt gibt das Unternehmen die Pläne offiziell bekannt. So sollen die Sixt Leasing-Aktien im regulierten Markt der Frankfurter Börse noch in diesem Jahr gehandelt werden. Im Rahmen des Angebots sollen mindestens 100 Mio. EUR frisches Kapital aus einer Barkapitalerhöhung erlöst werden.

In Branchenkreisen ist klar, dass mit „noch in diesem Jahr“ vermutlich das zweite Quartal gemeint ist, da die Beteiligten bereits allesamt feststehen. Entsprechend weit fortgeschritten dürften die Pläne bereits sein.

Veräußerung der Anteile
So soll vor dem IPO noch eine Kapitalzuführung durch Sixt in Höhe von mindestens 30 Mio. EUR stattfinden, so dass die gesamte Eigenkapitalzufuhr mindestens 130 Mio. EUR betragen soll. Darüber hinaus ist vorgesehen, dass der Mutterkonzern einen Teil seiner bestehenden Aktien an Sixt Leasing veräußert und zusätzlich Aktien für eine eventuelle Greenshoe-Option in Höhe von bis zu 15% der Basistransaktion zur Verfügung stellt.

Mit dem Börsengang möchte Sixt seine Beteiligung an der Leasingsparte um weniger als 50% reduzieren – jedoch weiterhin mindestens 40% am Unternehmen halten. Als Joint Global Coordinators agieren Berenberg und die Commerzbank zusammen mit der Baader Bank als Joint Bookrunners. Mit den Einnahmen aus dem Börsengang soll die Eigenkapitalbasis des Gesamtkonzerns gestärkt werden.

Unternehmen will weiter wachsen
Frei werdendes Kapital könnte so für die Auslandsexpansion, vor allem in den USA verwendet werden. Dort hat das Unternehmen die Zahl seiner Stationen im Jahr 2014 von 26 auf 50 beinahe verdoppelt. „1.000 Stationen in den USA sind möglich”, prognostizierte Vorstandsvorsitzender Erich Sixt auf der Jahrespresskonferenz Mitte März. Auch kleine Akquisitionen sind in den USA denkbar, wie Minizukäufe von Stationen an Flughäfen, wie in Dallas im letzten Jahr, betonte Sixt weiter.

Ende 2014 hatte der Konzern insgesamt rund 97.400 Leasing- und Flottenmanagementverträge. Der Gesamtumsatz von Sixt-Leasing erreichte im letzten Geschäftsjahr rund 575 Mio. EUR. Der operative Umsatz – ohne Erlöse aus dem Verkauf gebrauchter Fahrzeuge – lag im vergangenen Jahr bei knapp 428 Mio. EUR. Das Ergebnis vor Steuern stieg um etwa ein Fünftel auf 25,6 Mio. EUR und die EBT-Marge um 0,8 Prozentpunkte.

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