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Die Übernahme von Scout24 durch die Private Equity-Investoren Hellman & Friedman sowie Blackstone ist vom Tisch: Die Mehrheit der Aktionäre der E-Commerce-Plattform lehnten das Angebot ab.

Die Annahmeschwelle von 50% plus eine Aktie im Rahmen des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots für die ausgegebenen Scout24-Aktien sei nicht erreicht worden, hieß es in einer Pflichtmitteilung des börsennotierten Unternehmens.

„Wir hatten uns für die strategische Partnerschaft mit Hellman & Friedman und Blackstone ausgesprochen, respektieren aber voll die Entscheidung unserer Aktionäre“, betont Tobias Hartmann, CEO von Scout24.  Der Internethändler konzentriert sich derweil weiter auf seine Wachstumsstrategie. Neben den Marktplätzen ImmobilienScout24 und AutoScout24 soll das Geschäftssegment Scout24 Consumer Services mit der Vermittlung von Finanzierungen, Versicherungen und anderen Zusatzservices weiter ausgebaut werden. „Unser Ziel ist es, die Transaktion von Immobilien und Autos – gemeinsam mit unseren Partnern – möglichst komplett digital über unsere Plattformen abzubilden“, so Hartmann weiter.

Die Prognose für das Jahr 2019 habe sich vom Ausgang des Übernahmeangebots nicht geändert. Im März hatte Scout24 nach eigenen Angaben mit einem Konzernumsatz von 531,7 Mio. EUR (+12,5% im Vergleich zum Vorjahr) und einer EBITDA-Marge aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit von 54,8% Rekordzahlen für das Geschäftsjahr 2018 vorgelegt und trotz hoher Wachstumsinvestitionen für 2018 eine Erhöhung der Dividende auf 0,64 Euro je Aktie vorgeschlagen. Für das Geschäftsjahr 2019 prognostiziert Scout24 zweistellige Wachstumsraten für Umsatz und Ergebnis. Konkret erwartet das Management Umsatzsteigerungen zwischen 15 und 17%  sowie eine EBITDA-Marge aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit zwischen 52 und 54%.

Der Kurs der Scout-Aktie sank kurz nach Bekanntgabe des gescheiterten Übernahmeangebots kurzzeitig um rund 7% auf knapp 42 EUR. Mittlerweile hat sich die Aktie jedoch wieder erholt (43, 6 EUR, Stand: 9:30 Uhr).

Über den Autor

Svenja Liebig ist Redakteurin des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für goingpublic.de