„Vor dem Hintergrund der jüngsten Volatilität an den Markten haben sich Senvion S.A. und die Eigentümer Centerbridge und Arpwood entschieden, die Privatplatzierung und Börsennotierung zu den angekündigten Konditionen nicht weiter zu verfolgen“, gab das Unternehmen Mitte März zu Protokoll. Eigentlich wollte Senvion – vorher REpower bis 2008, danach zur indischen Suzlon gehörend bis 2015 – am 18. März auf das Börsenparkett zurückkehren.

Im Vorfeld lief eine institutionelle Privatplatzierung über bis zu 700 Mio. EUR. Es dürfte weniger die gewohnt bemüßigte Volatilität gewesen sein als vielmehr ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Würzburg gegen acht ehemalige Schaeffler-Mitarbeiter wegen des Vorwurfs der Bestechung, Untreue und Steuerhinterziehung – Senvion-Firmenchef Geißinger war zuvor 15 Jahre lang Schaeffler-Vorstandsvorsitzender.

Nun direkt vor Redaktionsschluss die neuerliche Kehrwende: „Zahlreiche Investorenanfragen“ hätten Senvion dazu bewogen, die Privatplatzierung und Börsennotierung von Senvion zu veränderten Konditionen wieder aufzunehmen. Die Preis-Range sank jedoch um rund 20%, die zu platzierende Aktienzahl um 40%. Mit knapp 29% Streubesitz bleibt Senvion gerade oberhalb der von der Börse geforderten Kriterien. In summa werden jetzt nur noch maximal 318 Mio. EUR Emissionserlös angepeilt – der an die beiden Private-Equity-Finanziers fließt.

Handelsstart soll/te noch vor Ostern sein.

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