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GoingPublic: Das Heben stiller Reserven hatten Sie in unseren Gesprächen auch bereits mal erwähnt. Wie kann man sich das in etwa vorstellen?
Raudies: Wir bilanzieren nach HGB, das heißt, dass Wertsteigerungen und Gewinne bei Immobilien – anders als bei IFRS – erst bei dem Verkauf des Objekts realisiert werden. Wir schreiben die Immobilien also nicht hoch, sondern haben sie zum Buchwert bei uns in der Bilanz. Mit den bereits getätigten und bevorstehenden Verkäufen in diesem Jahr haben wir schon heute ein gutes Gefühl, unser Ergebnis von 2018 im Jahr 2019 zu übertreffen.

GoingPublic: Was beabsichtigen Sie nunmehr konkret mit den Erlösen aus der Kapitalerhöhung?
Raudies: Wir wollen weiter wachsen. Daher ist es geplant, die Erlöse für den Ausbau unseres Immobilienportfolios zu nutzen. Bei dem Bezugspreis von 17,50 EUR je Aktie, den ich für sehr günstig halte, beläuft sich der Emissionsbetrag auf Brutto max. 9,1 Mio. EUR. Wenn ich an dieser Stelle noch eins anmerken darf: Wir sind in der komfortablen Situation, dass wir auf die Erlöse nicht angewiesen sind. Die Mittel aus der Kapitalerhöhung sind nur ein Finanzierungsbaustein von mehreren möglichen. Und um noch einmal auf den Bezugspreis zurückzukommen: Auf unserer Website im Investor Relations-Bereich sind unter https://fcr-immobilien.de/analystenempfehlungen alle aktuellen Empfehlungen von Analysten zu der FCR-Aktie zu finden. Ich bin mir sicher, dass sich das Lesen für jeden Anleger und Investor lohnen wird. In Bezug auf unseren NAV ist die Aktie aktuell aus unserer Sicht unterbewertet. Der NAV je Aktie lag zum Jahresende nach unseren Berechnungen bei 21,16 EUR. Daher habe auch ich mich entschlossen, mit 500.000 EUR selbst an der Kapitalerhöhung teilzunehmen.

Falk Raudies, Gründer und CEO FCR Immobilien

GoingPublic: Um die ausstehenden Anleihen – auch börsennotiert übrigens – muss sich die FCR auch beizeiten kümmern. Werden Sie beim Fremdkapital dem Kapitalmarkt und damit interessierten Anlegern treu bleiben?
Raudies: Wir haben mit dem Kapitalmarkt bislang sehr gute Erfahrungen gemacht. Das liegt sicherlich auch an den Anleihen, die wir in der Vergangenheit so erfolgreich platzieren konnten. Wir finanzieren uns aber stets mit einem attraktiven Mix aus Anleihen-, Hypothekendarlehen und Eigenkapital. Das haben wir in der Vergangenheit getan und werden es auch künftig weiter tun. Wie wir uns letztlich im Einzelfall entscheiden, hängt davon ab, welches Finanzierungsmittel das beste für die FCR Immobilien AG in der jeweiligen Situation ist.

GoingPublic: Herr Raudies, vielen Dank für die interessanten Einblicke!

Interview: Michael Fuchs

Über den Autor

Falko Bozicevic ist Chefredakteur des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für das Portal BondGuide (www.bondguide.de)

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