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Industrieverpackungs-Hersteller Mauser zieht es von Brühl nach New York: Demnach sollen die Aktien in den USA in Kürze öffentlich angeboten werden, was mehr als 300 Mio. USD einspielen soll.

Allerdings ist US-Finanzinvestor Clayton, Dubilier & Rice (CD&R) seit 2014 der Mehrheitseigner. CD&R war vor drei Jahren beim deutschen Spezialisten für Industrieverpackungen, darunter u.a. Fässer, Kanister etc., eingestiegen und hatte dafür 1,25 Mrd. EUR bezahlt, inklusive aller Schuldenpositionen. Aus zeitnahen Börsenplänen machten die Amerikaner keinen Hehl.

Mauser Fässer I

Mauser käme auf eine Bewertung von rund 1 Mrd. USD. Dies scheint wenig angesichts des Kaufpreises von CD&R, allerdings hatte sich der Finanzinvestor auch bereits zwei Dividenden von in summa knapp 200 Mio. EUR gegönnt, käme also demnach mindestens ohne Verluste aus seinem Investment.

Jedoch: Gleichzeitig arbeitet CD&R an einem neuerlichen Trade Sale, einem Weiterverkauf. Dies allerdings zu rund 2 Mrd. USD. Im Gespräch ist dem Vernehmen nach die Buyout-Gruppe Stone Canyon.

Es wäre nicht die erste Weiterreichung von Mauser: Auch CD&R hatte die Brühler von Dubai International Capital übernommen.

Mauser TitelbildMit dem potentiellen Emissionserlös soll der angehäufte Schuldenberg verringert werden, der sich zuletzt auf stattliche 1,3 Mrd. EUR belief – angesichts prognostizierter rund 225 Mio. EUR EBITDA für 2016 eine Last, die Mauser schwerlich aus eigener Kraft erwirtschaften kann. Der Umsatz liegt bei rund 1,5 Mrd. EUR.

Bewerkstelligt werden soll die Emission von der Bank of America Merrill Lynch, Citi und Crédit Suisse. Realistisch scheint der Zeitraum März-April.

Fotos: @Mauser

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