Werbung

Bildnachweis: ©Michael Bihlmayer – stock.adobe.com..

Ein wichtiger Tag für Johnson&Johnson: Der Pharmakonzern stellte seine Quartalszahlen vor und dann stand auch noch die Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA zum Corona-Impfstoff des Unternehmens an. Am Ende kann man sagen: Das lief doch ganz gut.

Im ersten Quartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 7,9% auf 22,3 Mrd. USD. Diese Entwicklung führt der US-Pharma- und Medizintechnikkonzern vor allem auf besser laufende Geschäfte in der Arzneimittel- und Medizintechniksparte zurück. Analysten hatten etwas weniger erwartet.

Lesen Sie hier unsere umfassenden IPO Analysen.

Johnson&Johnson erzielte einen Gewinn von rund 6,2 Mrd. USD – knapp 7% mehr als im Vorjahr. Bereinigt um Sondereffekte legte der Gewinn um 12,5% auf 6,9 Mrd. USD zu. Die Quartalsdividende will der Pharmakonzern um fünf% auf 1,06 USD je Aktie anheben.

Für das laufende Jahr engt der Pharmariese die Ziele ein: Der Umsatz soll 2021 um 9,7% bis 10,9% auf bis zu 91,6 Mrd. USD ansteigen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll um 17,3% bis 19,2% auf 9,42 USD bis 9,57 USD zulegen – Johnson&Johnson hat jeweils das untere Ende der Spanne angehoben und das obere reduziert.

Im ersten Quartal profitierten die Amerikaner vor allem vom Geschäft in der Pharmasparte: Die Erlöse zogen um 10% am, vor allem die Krebsmedikamente der Firma trieben den Umsatz. In der Medizintechnik lief es ebenfalls besser: Die Erlöse stiegen von Januar bis März um knapp 11%.

Hier finden Sie mehr Neuigkeiten aus dem Bereich Life Sciences.

Die große Unbekannte war die Entscheidung der EMA zum Corona-Impfstoff von Johnson&Johnson: Heute gab die Aufsichtsbehörde grünes Licht für den Wirkstoff – der Nutzen überwiege die Risiken. Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte die Impfungen mit dem Vakzin ausgesetzt, nachdem in den USA sechs Fälle von Hirnvenenthrombosen in Zusammenhang mit dem Wirkstoff erfasst worden waren. Der US-Pharmakonzern verzögerte daraufhin den Marktstart des Impfstoffs in Europa und setzte auch alle laufenden Studien mit Impfungen aus. Jetzt folgt das erste Aufatmen, nachdem die EMA grünes Licht gegeben hat: Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers kann in der EU uneingeschränkt verwendet werden. Die CDC will allerdings erst am Freitag über das weitere Vorgehen beraten.

Die Anleger reagierten zunächst einmal positiv auf die guten Nachrichten von der EMA: Die Johnson&Johnson-Aktie legte heute seit Handelsstart an der NYSE um 2,8% oder mehr als 4 USD zu und steht aktuell bei 167 USD. Die MarketCap des Pharmakonzerns liegt bei 353,85 Mrd. EUR.