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Mit neuer Unternehmenszentrale an der Börse. Foto: Osram Licht AG

Das Beleuchtungsunternehmen Osram Licht AG ist seit heute an der Börse notiert. Die Erstnotiz im Prime Standard erfolgte nicht – wie ursprünglich geplant – im Zuge eines IPO, sondern in Form eines Spin-Offs. Alle Aktionäre des bisherigen Mutterkonzerns Siemens haben also ab sofort zusätzlich Osram-Aktien in ihrem Depot. Der erste Kurs wurde bei 24 EUR festgestellt. Durch den Spin-Off besteht der DAX-30 übrigens für einen Tag aus 31 Werten.

Für zehn Siemens-Aktien gab es jeweils eine Osram-Aktie. Knapp 20% der Osram-Anteile bleiben vorerst beim einstigen Mutterkonzern. Experten rechnen damit, dass in den nächsten Tagen bis zur Hälfte der ausgegebenen Aktien den Besitzer wechseln. So werden beispielsweise Indexfonds verkaufen müssen, da Osram nur am heutigen Tag im DAX notiert sein wird. Auch beim Lanxess-Spin-Off von Bayer im Jahr 2005 wurden für einen Tag 31 Werte im Leitindex geführt.

Zu Beginn des Handelstages sank der Osram-Kurs nur leicht gegenüber dem ersten Kurs von 24 EUR, was eine Marktkapitalisierung von ca. 2,5 Mrd. EUR bedeutet. Siemens konnte dagegen sogar leicht zulegen.

Ursprünglich war geplant, Osram im Zuge eines klassischen IPOs an die Börse zu bringen. Das Vorhaben war aber gescheitert. Unter anderem wurden wie bei IPO-Absagen üblich Marktturbulenzen als Gründe angeführt. Im Sommer letzten Jahres fiel dann die Entscheidung, Osram per Spin-Off von Siemens abzuspalten.