Bildnachweis: Next.e.GO Mobile.

Der deutsche Elektroautohersteller Next.e.Go Mobile SE (www.e-go-mobile.com), der 2015 aus der RWTH Aachen hervorgegangen ist, strebt nun offiziell via einer SPAC an die New Yorker Börse. Durch die Verschmelzung auf den dort gelisteten Firmenmantel Athena Consumer Acquisition Corp. sollen Next e.GO 285 Mio. USD zufließen, wie Athena mitteilte.

Neue Investoren sollen daran nicht beteiligt sein. Stattdessen soll Athena neben dem Geld der eigenen Anleger einen Kredit über 50 Mio. USD für Next e.GO bereitstellen. Die Eigentümer von Next e.GO sollen ebenfalls investiert bleiben.

Nach ursprünglichen Schätzungen einer Bewertung von bis zu 2 Mrd. USD, soll diese nun bei 913 Mio. USD liegen.

In seiner „MicroFactory” in Aachen hat das Unternehmen seit 2019 mehr als 1.000 kleine Elektroautos produziert. Athena behauptet, dass das Potenzial der Anlage eher bei 30.000 Fahrzeugen pro Jahr liegen würde.

Der Bau einer zweiten Fabrik dieser Art soll noch in diesem Jahr in Lowetsch, Bulgarien, beginnen. Die Investition in Höhe von 140 Mio. EUR beinhaltet einen Beitrag der Regierung in Höhe von 34 Mio. EUR.

E.Go hat seine Fabrik in Aachen erst vor kurzem wieder in Betrieb genommen, nachdem die niederländische Private-Equity-Firma ND Industrial Investments B.V. sie letztes Jahr aus einem Insolvenzverfahren gehievt hatte.

ND Industrial Investments brachte auch ein neues Managementteam an Bord. Zuvor leitete der Universitätsprofessor Günther Schuh das Unternehmen, der auch die elektrischen StreetScooter-Lieferwagen für die Deutsche Post AG mitentwickelt hatte.

Die Mittel aus dem Börsengang sollen in die Entwicklung von Fahrzeugen und das Produktionsnetzwerk gesteckt werden. Zusätzlich zu seiner Aachener Produktionsstätte hat E.Go Vereinbarungen zum Bau von Fabriken in Griechenland und Mexiko unterzeichnet und will demnächst einen dritten europäischen Standort vorstellen.

www.e-go-moblie.com

Die Next.e.Go Mobile SE bezeichnet sich als einen unabhängigen Hersteller von innovativen Elektrofahrzeugen und Produktionslösungen. Dafür hat das Unternehmen eine eigene Plattform für batteriebetriebene Elektrofahrzeuge, die Micro-Factories, entwickelt.