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Das Unternehmen vergibt jedoch selbst keine Kredite, sondern ist auf die Vermittlung via Internet und Software spezialisiert. Von der Krise am US-Hypothekenmarkt sei das Unternehmen, wie Unternehmenschef Thomas Kretschmar gegenüber einer Nachrichtenagentur sagte, nicht betroffen. Das Unternehmen verdient vor allem mit einer selbst entwickelten Software, die im Internet Finanzdienstleister und Banken zusammenbringt, wofür Hypoport Gebühren erhält. Außerdem verkauft das Unternehmen ein Programm zur Berechnung von Ausfallrisiken bei Banken, das sich in der derzeitigen Unsicherheit über die Folgen der Kreditkrise großer Nachfrage erfreue, wie es vom Vorstand hieß. An Endkunden vermittelt der Börsenaspirant Girokonten, Versicherungen oder Wohnungsfinanzierungen. Nur etwa zwei Prozent des Umsatzes werde dabei mit Hypotheken an Schuldner mit geringer Bonität erzielt.

Mit dem angestrebten Emissionserlös will das 1999 gegründete Unternehmen überwiegend seine Expansion in europäische Länder wie Italien, Spanien und Großbritannien vorantreiben. Der größere Teil der Aktien solle aus einer Kapitalerhöhung stammen. Das Management will seinen Anteil am Unternehmen nur moderat von derzeit 57 % auf höchstens knapp über 50 % nach dem IPO reduzieren. Die Deutsche Postbank hält darüber hinaus  9,9 % der Anteile. Im vergangenen Jahr erreichte Hypoport mit 350 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von 26 Mio. Euro und einen Gewinn von 4,1 Mio. Euro.