Hapag Lloyd will in jedem Fall an der Börse vor Anker gehen. Quelle: Hapag-Lloyd

Hapag-Lloyd will auch im Falle einer Reedereifusion mit Hamburg Süd seinen Anker an der Börse auswerfen. Das bekräftigte Hapag-Lloyd Großaktionär Klaus-Michael Kühne in einem Interview mit der Welt: „Ob mit oder ohne Hamburg Süd, Hapag-Lloyd wird an die Börse gehen“. Das IPO könne in den nächsten zwei bis drei Jahren erfolgen. Der Börsengang sei Notwendig, da sich bisherige Gesellschafter wie TUI (22%), das Ballin-Konsortium und auch die Stadt Hamburg von ihren Anteilen trennen oder diese reduzieren wollen.

Um auf die allgemeine Branchenkrise zu reagieren, hatten beide Reedereien im Dezember angekündigt eine Fusion zu prüfen. Kühne strebe zunächst einen Zusammenschluss im Rahmen einer gleichwertigen Partnerschaft mit Hamburg Süd und deren Besitzer dem Oetker Konzern an. Bei einem späteren Börsengang könne es durchaus aus sein, dass sich die Besitzanteile zu Gunsten von Oetker verschieben.

Aktuell werden die Bewertungen der beiden Reedereien erstellt auf deren Grundlage eine Fusionsvereinbarung getroffen werden kann. Ob die Verhandlungen an der Bedingung eines Börsengangs scheitern, wird abzuwarten sein.